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    Parlament stimmt Freihandelsabkommen mit Indonesien zu

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    Indonesien,

    Der Ständerat hat am Donnerstag als zweiter Rat dem Freihandelsabkommen mit Indonesien zugestimmt. Dabei geht es unter anderem um Palmöl.

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    Das Parlament stimmt einem Freihandelsabkommen mit Indonesien zu. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch der Ständerat hat am Donnerstag das Freihandelsabkommen mit Indonesien gutgeheissen.
    • Darin geht es unter anderem auch um Vorgaben zur Einfuhr von Palmöl.

    Das Parlament stimmt dem Freihandelsabkommen mit Indonesien zu. Als Zweitrat hat der Ständerat das Abkommen am Donnerstag gutgeheissen.

    Die kleine Kammer folgte dem Antrag ihrer aussenpolitischen Kommission. Indonesien sei für die Schweiz ein potenziell bedeutender Handelspartner. Dies sei insbesondere aufgrund der sehr guten Wachstumsaussichten für Südostasiens Wirtschaft der Fall.

    2018 unterzeichnet

    Das Abkommen war im Dezember 2018 in Jakarta zwischen den Efta-Staaten und Indonesien unterzeichnet worden. Die Schweiz exportierte 2018 Waren im Wert von 488 Millionen Franken nach Indonesien. Dabei importierte sie neben Textilien, Schuhen und Maschinen auch land- und forstwirtschaftliche Produkte im Wert von 356 Millionen Franken.

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    Ein Bauer auf einer Palmölplantage in Malaysia. - Keystone

    Das Abkommen sieht fünf Teilkontingente für Palmölprodukte vor. Vorgaben zur Einfuhr sollen garantieren, dass die Rückverfolgbarkeit bis zum Hersteller garantiert ist. Die Schweiz sei im Interesse ihrer Wirtschaft gezwungen, eine aktive Freihandelspolitk zu betreiben, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin.

    Indonesien hat 265 Millionen Einwohner. Und dem Land wird laut Botschaft ein solides Wachstum prognostiziert. 98 Prozent der Schweizer Exporte sollen nach Übergangsfristen von bis zu 12 Jahren von Zöllen befreit sein, wie Parmelin ausführte. Die erreichten Vereinbarungen zum Palmöl seien sehr befriedigend.

    Zwiespältige Gefühle

    Thomas Minder (parteilos/SH) blieben gleichwohl zwiespältige Gefühle. Der Transport des Palmöls in die Schweiz sei nicht nachhaltig, gab er zu bedenken. «Die Schweiz hat einheimisches Raps- und Sonnenblumenöl in bester Qualität vor der Haustür.» Doch der Freihandel kurble den Palmöl-Verbrauch an.

    In der Gesamtabstimmung hiess der Ständerat das Abkommen mit 34 zu 6 Stimmen bei 4 Enthaltungen gut. Der Nationalrat hatte dem Abkommen in der Herbstsession zugestimmt.

    Nachhaltige Palmölproduktion

    Palmöl hatte schon in der grossen Kammer für Diskussionen gesorgt. Eine Minderheit hatte zusätzliche Bestimmungen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Palmölproduktion in den Beschluss aufnehmen wollen, unterlag aber. Nur nachhaltiges Palmöl sollte demnach Zollpräferenzen erhalten; es brauche ein Kontrollsystem im Inland.

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    Es gibt im Freihandelsabkommen keinen Beschluss zur nachhaltigen Produktion von Palmöl. - Keystone

    Drei Standesinitiativen der Kantone Jura, Freiburg und Bern, gab der Ständerat nicht Folge. Die drei Initiativen gehen nun noch an den Nationalrat. Diese verlangten, Palmöl bei den Freihandelsgesprächen mit Indonesien respektive einem allfälligen Freihandelsabkommen mit Malaysia auszuklammern.

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