Parlament

Uno-Sonderbeauftragte sorgt im Zürcher Parlament für Kritik

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Uno-Sonderbeauftragte Francesca Albanese sorgt mit ihrem Auftritt in Zürich für Kontroversen.

Francesca Albanese
Francesca Albanese warf Israel zuletzt «kolonialen Rassenkapitalismus» und «Apartheid» vor. (Archivbild) - keystone

Die Uno-Sonderbeauftragte Francesca Albanese soll am Freitag in der Zürcher Zentralwäscherei auftreten. Sie ist für die besetzten palästinensischen Gebiete zuständig. Das sorgte im Stadtzürcher Parlament für Kritik.

Ronny Siev (GLP) nannte Albanese an der Ratssitzung vom Mittwoch «klar antisemitisch». Sie treffe sich auf dem Podium mit Gleichgesinnten. «Und das sechs Wochen, nachdem wir hier Vorstösse gegen Antisemitismus überwiesen hatten», sagte Siev.

Er forderte den Sozialvorsteher und Stadtpräsidentenkandidaten Raphael Golta (SP) auf, einzuschreiten. Dieser ging an der Sitzung jedoch nicht darauf ein.

Der Widerstand, über den die «NZZ» zuerst berichtete, regt sich vor allem, weil die Zentralwäscherei von der Stadt profitiert. So muss sie etwa die Miete von jährlich 99'000 Franken nicht bezahlen. Das Josefareal gehört der Stadt.

Kontroverse um Veranstaltungsort

Stadtparlamentarier und Vertreter jüdischer Organisationen werfen Albanese vor, antisemitisches Gedankengut zu verbreiten. Die Sonderbeauftragte meinte stets, dass sie für gleiche Menschenrechte für alle einstehe. Es müsse möglich sein, Israel zu kritisieren.

Die Uni Bern lud Albanese vor kurzem noch aus. Der Veranstalter verschob das ausverkaufte Podium danach an einen privaten Ort. Zu Zwischenfällen kam es dort nicht. Auch das Podium am Freitag in der Zentralwäscherei in Zürich ist ausverkauft.

Vergangene Kontroversen

In der Vergangenheit entzündete sich um die Zentralwäscherei bereits ein Streit, weil ein Vertreter der in Deutschland wegen Extremismus und Antisemitismus verbotenen Organisation Samidoun aufgetreten war.

Wie bei Albanese war auch damals nicht die Zentralwäscherei selber Veranstalterin. Organisiert wurde der Anlass vom linksextremen Revolutionären Aufbau. Der Betreiberverein wurde dennoch kritisiert. Der Stadtrat forderte bessere Abklärungen über die auftretenden Personen.

Kommentare

User #1542 (nicht angemeldet)

In der Schweiz gibt es immer noch die private freie Meinungsäusserung und die muss für alle gelten, ausser für Politiker und Behörden während der Arbeitszeit und bei offiziellen Auftritten.

User #3004 (nicht angemeldet)

Die sollen das dort unten selber regeln. Wir sollten uns nicht überall einmischen. Sie lassen und vielleicht reden, in Tat und Wahrheit gehts aber nur um unser Geld

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