Nationalrat will bei subventionierten Bauten Schweizer Holz fördern
Beim Bau von vom Bund subventionierten privaten Bauten soll gezielt Schweizer Holz verwendet werden. Das fordert der Nationalrat. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Daniel Ruch (FDP/VD) angenommen.

Konkret soll das Waldgesetz geändert werden, sodass Bauunternehmen Schweizer Holz nutzen können, ohne dass ihnen im Vergleich zu ausländischem Holz Mehrkosten entstehen. Mit der Idee befasst sich als Nächstes der Ständerat.
Motionär Ruch argumentiert, dass Schweizer Holz noch zu wenig genutzt werde, obwohl es als Rohstoff in ausreichenden Mengen vorhanden sei. Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) belaufe sich der jährliche Holzzuwachs in der Schweiz auf 10,4 Millionen Kubikmeter, während der jährliche Verbrauch von Schweizer Holz bei gerade einmal 5 Millionen Kubikmetern liege. Insgesamt würden aber 10 Millionen Kubikmeter Holz verbraucht.
Viele Eigentümerinnen und Eigentümer griffen heute auf ausländisches Holz zurück, das im Vergleich zu Schweizer Holz viel günstiger sei. Das soll sich laut Ruch ändern. Er verlangt vom Bundesrat neue Bestimmungen zur Subventionierung und Förderung der Nutzung von Schweizer Holz.
Die Landesregierung ist jedoch skeptisch. Sie lehne eine direkte Subventionierung der Verwendung von Holz aufgrund der daraus entstehenden Wettbewerbsverzerrungen ab, sagte Bundesrat Martin Pfister, der den rekonvaleszenten Umweltminister Albert Rösti vertrat.
Zudem fördere der Bund bereits heute nachhaltig produziertes Holz, beispielsweise bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb eigener Bauten und Anlagen. Für weitere Subventionen bestehe derzeit kein Spielraum im Bundeshaushalt.










