Nationalrat

Einfachere Einbürgerung? Nationalrat sagt Nein

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Der Nationalrat will das Schweizer Einbürgerungsverfahren weder vereinheitlichen noch vereinfachen.

Nationalrat
Der Nationalrat sagt Nein zur Demokratie-Initiative. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Demokratie-Initiative wird vom Nationalrat abgelehnt.
  • Das Resultat fällt mit 130 zu 62 Stimmen und einer Enthaltung deutlich aus.
  • Nun geht die Initiative zum Ständerat.

Mit einer Zweidrittelsmehrheit beschliesst der Nationalrat ein Nein zur Demokratie-Initiative. Von Minderheiten beantragte Gegenvorschläge lehnte er ebenfalls ab.

Rund fünfeinhalb Stunden debattierte der Nationalrat am Donnerstag über die Initiative. Auf Antrag der Mehrheit der Staatspolitischen Kommission (SPK-N) beschloss er danach nicht überraschend eine Nein-Empfehlung, mit 130 zu 62 Stimmen und einer Enthaltung. SP und Grüne unterstützten die Initiative. Nun ist der Ständerat am Zug.

Demokratie-Initiative
Die Demokratie-Initiative stösst nach dem Bundesrat auch beim Nationalrat nicht auf Zustimmung. - keystone

Eingereicht wurde die Volksinitiative «Für ein modernes Bürgerrecht (Demokratie-Initiative)» von der zivilgesellschaftlichen Allianz «Aktion Vierviertel». Sie will, dass der Bund für die Gesetzgebung zu den Einbürgerungen zuständig ist. Die Kantone sollen die Verfahren durchführen, aber keine Kriterien mehr festlegen können.

Bereits nach fünf Jahren rechtmässigen Aufenthalts in der Schweiz soll es einen Anspruch auf eine Einbürgerung geben. Die drei weiteren Voraussetzungen dafür wären Grundkenntnisse einer Landessprache – die Rede ist vom Niveau A2, keine Gefährdung der Sicherheit und keine schwerwiegende Straffälligkeit.

Mindestens zehn Jahre

Heute kann sich einbürgern lassen, wer seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz wohnt und über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Die kantonalen Gesetzgebungen sehen zusätzlich einen Mindestaufenthalt zwischen zwei und fünf Jahren in der Gemeinde und im Kanton vor.

Die Kantone können noch weitere Vorgaben erlassen, und sie regeln das Einbürgerungsverfahren auf ihrem Boden.

Minderheiten brachten erfolglos alternative Verfassungsänderungen vor. SP, Grüne und GLP fordern die erleichterte Einbürgerung für die zweite Ausländergeneration – heute ist das nur für die dritte Generation möglich. Die SVP hätte gewollt, dass bei einer Einbürgerung auf andere Staatsangehörigkeiten verzichtet werden muss.

Kommentare

User #3119 (nicht angemeldet)

Ein Entscheid wohl ganz im Sinne der grossen Bevölkerungsmehrheit.

User #4910 (nicht angemeldet)

Bravo 👏

Weiterlesen

11 Interaktionen
Bern
Bundeshaus
17 Interaktionen
Bestätigung
eth zürich
1 Interaktionen
105'000 Unterschriften

MEHR NATIONALRAT

E-Roller
2 Interaktionen
E-Roller-Fahrten
11 Interaktionen
Bern
Schweizer Pass
33 Interaktionen
Bern

MEHR AUS STADT BERN

eichhörnchen berner kapo
2 Interaktionen
Muristalden in Bern