FDP-Nationalrat erleidet Lachanfall: Das steckt dahinter
Bei einem ernsten Thema bricht Nationalrat Philippe Nantermod (FDP/VS) wiederholt in Lachen aus. Erinnerungen an «Bü-Bü-Bündnerfleisch» werden wach.
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Das Wichtigste in Kürze
- FDP-Nationalrat Nantermod erleidet am Rednerpult einen Lachanfall.
- Die Episode erinnert an die «Bü-Bü-Bündnerfleisch»-Rede von alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz.
- Im Nau.ch-Interview erklärt Nantermod, wie es dazu kam und warum nichts dagegen half.
Es war ein sehr ernstes Thema, heute Vormittag im Nationalrat: stationäre therapeutische Massnahmen für verwahrte Täterinnen und Täter. Als Parlamentarier will man da zielführende, sinnvolle Entscheide treffen und nicht in Schwermut verfallen.
Oder man bricht in Gelächter aus, wie der als Kommissionsprecher amtierende Unterwalliser FDP-Nationalrat Philippe Nantermod. Verzweifelt muss er sich vom Mikrofon abwenden, weil ihm – vor Lachen – die Tränen kommen.
Der Nationalratspräsident weiss auch nur mit dem Angebot eines Glas Wassers zu helfen. Erinnerungen werden wach an den legendären Lachanfall von alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz mit seinem «Bü-Bü-Bündnerfleisch».

Was war passiert? Gegenüber Nau.ch erklärt Nantermod, was zunächst den Schmunzler auslöste – und warum er derart Mühe hatte, ernst zu bleiben.
Die lustigste und schlechteste Rede
Zum Verhängnis wurde Nantermod ausgerechnet ein Ausdruck, der auch noch mehrfach in seinem Redetext vorkam: der «code pénale», zu Deutsch das Strafgesetzbuch. Er sei wohl etwas aufgeregt gewesen und habe stattdessen «code pédale» gesagt, spontan also das «Pedal-Gesetz» erfunden.
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Seitenblick zum anderen Kommissionsprecher, Manfred Bühler von der SVP. Als Zweisprachiger hatte dieser natürlich den Versprecher sofort erkannt, musste schmunzeln, steckte Nantermod an. «Und jedes Mal, wenn das Wort ‹pénale› vorkam, musste ich wieder lachen», seufzt Nantermod. «Das war wirklich schwierig – vielleicht die schlechteste Rede, die ich je gehalten habe.»
Es gibt Schlimmeres
Immerhin: Niemand nahm es ihm übel, und Schuld ist ja strenggenommen Manfred Bühler. Ob dieser ihm nun ein Bier spendieren müsse, wollte Nantermod offenlassen.
Hingegen habe ihn Bühler – er ist wie auch Nantermod als Anwalt tätig – beruhigt: «Er meinte, dass es viel schlimmer wäre, einen Lachanfall vor Gericht zu haben.»
Selbst im Interview muss Nantermod noch schmunzeln und kann es nicht fassen, dass er kein Mittel gegen den Lachreiz fand. «Es ging einfach nicht.» Er habe seinen Text abgelesen und jedes Mal habe ich das Publikum gesehen, das sich auch amüsierte. «Es war unmöglich für mich, nicht zu lachen.»
In Gedanken beim Bündnerfleisch
An etwas Ernstes denken? «Das Thema ist ja bereits ernst!», meint Nantermod etwas hilflos.
Seine Gedanken schweiften aber ganz woanders hin. «Ich habe noch während dem Votum gedacht: Das ist wie Merz!» Ausser, dass die absurde Bünderfleisch-Bürokratie tatsächlich komisch war.
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Es komme tatsächlich auch vor, dass im Nationalratssaal komische Traktanden diskutiert würden, meint er fast entschuldigend. Aber der Gedanke daran: «Das hat mir nicht geholfen am Podium.»












