Schönbühl-Stau: SVP-Bühler will Antworten vom Bundesrat
Bei der Ausfahrt Richtung Bern staut sich bei Schönbühl der Verkehr morgens bis auf die Normalspur. Die Massnahmen des Astra seien keine Lösung, sagt Bühler.

Das Wichtigste in Kürze
- Morgens staut sich der Verkehr bei der Verzweigung Schönbühl Richtung Bern.
- Die Massnahmen des Astra seinen keine Lösung, sagt SVP-Nationalrat Manfred Bühler.
- Nun will er vom Bundesrat wissen, was überhaupt geprüft worden sei.
Für Nationalrat Manfred Bühler (SVP/BE) ist der Fall klar: «Das ist für das Seeland und den Berner Jura – nebst dem Bieler Westast – das absolut grösste Ärgernis.»
Nämlich der morgendliche Stau bei der Verzweigung Schönbühl. Wer auf der A6 von Biel herkommend Richtung Bern wolle, stehe oft 20 bis 30 Minuten in der Ausfahrt.
So steht es in Bühlers Anfrage an den Bundesrat, denn dieser soll nun endlich ein paar Fragen beantworten. Bereits 2019 hat Bühler eine Anfrage deponiert, seither habe sich die Verkehrslage in den Morgenstunden erheblich verschlechtert.
Andere Engpässe wurden entschärft
Für den Bernjurassier Bühler eine untragbare Situation. Vor allem auch, weil andere Engpässe mit gezielten Massnahmen entlastet werden konnten.
Der Nationalrat nennt als Beispiele die Ostumfahrung von Bern mit einer dritten Spur auf dem Pannenstreifen. Auch bei Schönbühl selbst, aber in der Gegenrichtung, gibt es mittlerweile eine doppelspurige Ausfahrt von der A1 in Richtung Biel.

Manfred Bühler will deshalb wissen, ob überhaupt Entlastungsmassnahmen geprüft worden seien – und was diese kosten. Insbesondere, ob eine dritte Fahrspur auf der A6 Richtung Bern/Zürich angeschaut worden sei.
«An diversen Orten hat man Spuren verlängert oder Dosierungsmassnahmen getroffen», sagt Bühler zum BärnerBär. «Das wäre nicht so teuer.»
Ausfahrt auf Pannenstreifen «löst nichts»
Das Bundesamt für Strassen (Astra) kündigte Ende März an: Die Ausfahrt von der A6 auf die A1 werde auf dem Pannenstreifen verlängert.
Auf fast einem Kilometer Länge werden Markierungen angepasst, Signale installiert, Fahrzeugrückhaltesysteme verändert und Schachtdeckel ersetzt.
Ende Mai soll die so verlängerte Ausfahrtspur in Betrieb genommen werden.

Denn, hat auch das Astra erkannt, durch die Rückstaus bis auf die Normalspur komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Mit der Pannenstreifenumnutzung will man diese entschärfen.
Doch: «Das löst nichts», sagt Nationalrat Bühler. «Davon profitieren nur diejenigen, die dann am Stau vorbeifahren können. Für die restlichen 90 Prozent, die Richtung Bern wollen, ändert sich nichts.»
Für Bühler gibt es nur eine einzige Lösung: «Entweder dosieren am Eingang oder zwei Spuren Richtung Bern bei der Auffahrt auf die A1.»












