FDP findet Kompromiss in Atomfrage

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    Roche (VD),

    Die Delegierten stimmten am Samstag in Montreux einem abgeänderten Resolutionspapier zur Atomfrage mit deutlicher Mehrheit zu.

    AKW Gösgen
    Nach zehn Monaten Stillstand startet das AKW Gösgen den Betrieb erneut. - Nau.ch/Werner Rolli

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine umstrittene Passage über den künftigen AKW-Umgang wurde aus dem Papier gestrichen.
    • Der ursprüngliche Vorschlag hatte im Vorfeld heftigen Widerstand ausgelöst.

    Nach einer hitzigen Debatte über die Zukunft der Energieversorgung hat die FDP Schweiz einen Kompromiss in der AKW-Frage gefunden. Die Delegierten stimmten am Samstag in Montreux einem abgeänderten Resolutionspapier mit deutlicher Mehrheit zu.

    Eine umstrittene Passage über den künftigen Umgang mit Atomkraftwerken wurde dabei aus diesem Papier gestrichen. Es handelte sich dabei um den Satz: «So sind die Voraussetzungen zu schaffen, um namentlich KKW der neuen Generation zuzulassen.»

    PARTEITAG, DV, DELEGIERTENVERSAMMLUNG, DELEGIERTE, FDP,
    FDP-Präsident Thierry Burkart hat die Partei an der Delegiertenversammlung in Montreux auf den Kampf für die AHV-Reform eingeschworen. - keystone

    Mit dieser von der Parteipräsidentenkonferenz (PPK) beantragten Änderung konnte die drohende Spaltung der Partei in der Atomfrage abgewendet werden. Der ursprüngliche Vorschlag der Parteispitze hatte im Vorfeld heftigen Widerstand innerhalb der Partei ausgelöst, insbesondere bei den FDP Frauen.

    Grosse Mehrheit mit neuer Formulierung zufrieden

    Die umstrittene Passage wurde nun von der PPK wie folgt umformuliert: «Beim Ausbau und Ersatz bestehender einheimischer Produktionsanlagen darf es keine gesetzlichen Technologieverbote geben, um einen stabilen Energiemix für künftige Generationen zu garantieren. Es sind deshalb die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit langfristig und bei Bedarf auch eine neue Generation der Kernkraft-Technologie ihren Beitrag an die Versorgungssicherheit leisten könnte, sofern die Sicherheit jederzeit gewährleistet werden kann.»

    Mit dieser Formulierung gab sich nach langer Debatte schliesslich eine grosse Mehrheit der Delegierten zufrieden. Sie verabschiedeten die Resolution mit 247 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen.

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