Kuba bestätigt Gespräche mit den USA

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Cuba,

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel Kuba hat Gespräche mit den USA zum angespannten Verhältnis beider Länder bestätigt.

ARCHIV - Der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel demonstriert am 16. Januar 2026  auf einer Kundgebung gegen die Tötung kubanischer Offiziere während der US-Operation in Venezuela...
ARCHIV - Der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel demonstriert am 16. Januar 2026 auf einer Kundgebung gegen die Tötung kubanischer Offiziere während der US-Operation in Venezuela... - Keystone/AP/Ramon Espinosa

«Kubanische Vertreter haben kürzlich Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, um auf dem Wege des Dialogs nach einer möglichen Lösung für die zwischen beiden Ländern bestehenden bilateralen Differenzen zu suchen», sagte der Präsident des sozialistischen Landes, Miguel Díaz-Canel, vor Journalisten in Havanna.

Der Austausch sei durch «internationale Akteure» begünstigt worden. Die Gespräche dienten laut Díaz-Canel dazu, Probleme zwischen den beiden Ländern zu identifizieren, Lösungen zu suchen und Bereiche der Zusammenarbeit zu finden.

«Im Rahmen der bisherigen Gespräche hat die kubanische Seite den Willen bekundet, diesen Prozess auf der Grundlage der Gleichberechtigung und des Respekts für die politischen Systeme beider Staaten, der Souveränität sowie der Selbstbestimmung unserer Regierungen zu führen», zitierte das Parteiorgan «Granma» Díaz-Canel.

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt. Unter US-Präsident Donald Trump übte Washington zuletzt erhöhten Druck aus – nicht zuletzt auch nach dem spektakulären Coup der USA, mit dem im Januar Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und in die USA ausgeflogen wurde. Damit brach einer der wichtigsten Unterstützer Kubas – allen voran durch Öllieferungen – weg.

Trump hatte Anfang März gesagt, er sei persönlich zusammen mit US-Aussenminister Marc Rubio an Verhandlungen mit Kuba beteiligt. «Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen», sagte er damals auf einem Gipfel mit konservativen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik in Doral im US-Bundesstaat Florida. Das nur rund 150 Kilometer von Florida entfernte Land habe kein Geld und kein Öl mehr und sei eine «Katastrophe».

Kommentare

Kibiz

Weil Kuba sozialistisch ist, wird meistens verschwiegen, dass eine Parteidiktatur besteht und die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. Viele Menschen in Kuba hätten zwischen zwei Übeln zu wählen: Die sozialistische Regierung mit ihren Schattenseiten, und eine Übernahme Kubas durch Trump und Co.

User #7347 (nicht angemeldet)

Die wollen sich auch so lange an der Macht halten wie nur möglich in Havanna. Aber die meisten Kubaner wollen auch befreit werden von ihren Autokraten. Hehehe. LOL.

Weiterlesen

homeoffice
26 Interaktionen
Zum Sparen
Benzin
79 Interaktionen
Iran-Krieg

MEHR IN POLITIK

1 Interaktionen
Bern/Brüssel
Telefonzelle
2 Interaktionen
Moskau

MEHR AUS CUBA

Gespräche
Havanna
Kuba
Überraschend
Trump Kuba
98 Interaktionen
Venezuela-Parallelen
Kuba Strom
17 Interaktionen
Havanna