Bundesrat

    Bundesrat plant Reform der Wettbewerbsbehörden

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Bundesrat will die Wettbewerbsbehörden reformieren. Ein erster Vorschlag dazu soll bis im ersten Quartal 2024 vorliegen.

    Bundeshaus
    Die Organisation zur Entflechtung von Bundes- und Kantonsaufgaben hat ihre Arbeit aufgenommen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat plant, die Wettbewerbsbehörden zu reformieren.
    • Einen ersten Vorschlag dafür will er bis 2024 auf dem Tisch haben.
    • Vor gut einem Jahr wurde das Fehlen einer solchen Reform kritisiert.

    Der Bundesrat will die Schweizer Wettbewerbsbehörden reformieren. Bis im ersten Quartal 2024 will er einen Vorschlag dafür auf dem Tisch haben. Der Anstoss für diese Pläne kam aus der Vernehmlassung zu Änderungen im Kartellgesetz.

    Breite Kreise hätten in der vor gut einem Jahr durchgeführten Vernehmlassung das Fehlen einer Reform der Wettbewerbskommission und deren Sekretariat kritisiert, schrieb der Bundesrat am Freitag. Er beauftragte das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) nun, einen Vorschlag auszuarbeiten.

    Die Forderung nach einer Reform der Wettbewerbsinstitutionen sei breit abgestützt, schrieb der Bundesrat dazu. Das WBF wolle dabei mehrere Möglichkeiten prüfen, unabhängige Experten einsetzen und breite Kreise anhören.

    Bundesrat will Prüfstandard anpassen

    Schneller vorankommen soll die Teilrevision des Kartellgesetzes. Ihr Kern ist die Modernisierung der Zusammenschlusskontrolle. Mit dem Wechsel vom heutigen qualifizierten Marktbeherrschungstest zum «Significant Impediment to Effective Competition»-Test (Siec-Test) soll der Prüfstandard dem internationalen Standard angepasst werden.

    Mit dem Siec-Test können Fusionen untersagt oder mit geeigneten Auflagen versehen werden, wenn sie zu einer «erheblichen» Behinderung des Wettbewerbs führen. Unter dem heute geltenden Prüfstandard ist dies erst möglich, wenn durch eine Fusion der wirksame Wettbewerb «vollständig» beseitigt wird.

    Die Vorlage sei in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen, schrieb der Bundesrat. Er will die Botschaft ans Parlament im zweiten Quartal des laufenden Jahres verabschieden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    wettbewerbskommission weko
    13 Interaktionen
    Wettbewerbskommission
    weko
    11 Interaktionen
    Weko-Verfahren
    Bundeshaus
    4 Interaktionen
    Bundesgerichtsurteil

    MEHR BUNDESRAT

    Fabienne Stämpfli TFA PFAS
    18 Interaktionen
    Giftige Stoffe
    UBS
    1 Interaktionen
    Zürich
    bundeshaus
    10 Interaktionen
    Bern
    12 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    SC Bern
    Verletzt
    YB
    15 Interaktionen
    YB-Legende
    Hornissen Balkon Bern
    50 Interaktionen
    Berner Leser staunt
    Auszeichnung winkt