Bundesrat

    Bundesrat lehnt Stopfleber-Initiative ab

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Bern,

    Der Bundesrat hat die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber» abgelehnt und stattdessen eine Deklarationspflicht vorgeschlagen.

    Stopfleber
    Produkte aus der Stopfmast wie Stopfleber sollen künftig weniger importiert werden. (Archivbild) - keystone

    Der Bundesrat hat die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber» abgelehnt. Dies geschah aufgrund von Bedenken hinsichtlich internationaler Verträge, wie «Blick» berichtet.

    Ablehnung der Initiative

    Die Initiative verlangt ein Verbot der Einfuhr von Stopfleber und Stopfleber-Produkten.

    Der Bundesrat sieht jedoch Konflikte mit internationalen Abkommen, wie etwa denen der Welthandelsorganisation. Diese würde ein solches Verbot problematisch machen, wie «SRF» erklärt.

    Elisabeth Baume-Schneider
    Elisabeth Baume-Schneider (Archivbild) - keystone

    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider erklärte, dass die Anliegen der Tierschützer nachvollziehbar seien. Dennoch sei ein Importverbot kaum mit den bestehenden internationalen Verpflichtungen der Schweiz vereinbar.

    Vorschlag zur Deklarationspflicht

    Statt eines Verbots schlägt der Bundesrat daher eine Deklarationspflicht vor. Diese soll sicherstellen, dass Konsumenten informiert werden, ob die Produkte aus Zwangsernährung stammen, so «SRF».

    Die Deklaration soll Transparenz schaffen und den Menschen die Möglichkeit geben, informierte Entscheidungen zu treffen. Ein Verbot würde hingegen die Wahlfreiheit einschränken, betont «Blick».

    Umsetzung der neuen Regelung

    Die neue Regelung zur Deklarationspflicht soll voraussichtlich Mitte 2025 in Kraft treten. Dabei werden auch weitere Kennzeichnungspflichten für tierische Erzeugnisse eingeführt, wie «Tagesanzeiger» berichtet.

    Findest du dieses Massnahme vernünftig?

    Diese Massnahmen zielen darauf ab, das Bewusstsein für die Produktionsmethoden zu schärfen. Der Bundesrat reagiert damit auch auf eine Motion des Parlaments, die eine solche Deklaration verlangt hat.

    Weitere Kennzeichnungspflichten

    Zukünftig müssen tierische Produkte deklariert werden, wenn sie ohne Schmerzausschaltung gewonnen wurden. Dies betrifft beispielsweise Froschschenkel und andere Produkte aus umstrittenen Produktionsmethoden, erläutert «SRF».

    Mulard-Ente
    Obwohl Stopfleber traditionellerweise aus Gänseleber hergestellt wird, verwendet man heute in 97 Prozent aller Fälle die Leber von Mulard-Enten. (Symbolbild) - AdobeStock, Bernard Girardin

    Mit diesen Massnahmen möchte der Bundesrat sicherstellen, dass Konsumenten über die Herkunft und die Herstellungsweise von Lebensmitteln informiert sind. So wird die ethische Debatte um den Konsum von Stopfleber und ähnlichen Produkten fortgeführt.

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    Kommentare

    User #3429 (nicht angemeldet)

    Wasser predigen in Bern, und Wein saufen in Bern ! So bringt s man weit !

    User #3793 (nicht angemeldet)

    Unser BR hat sie seit einiger Zeit nicht mehr alle. Echt zum schämen.

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