Blaualgen haben sich im Lago Maggiore aufgelöst
Die Mitte Juni im Lago Maggiore bei Muralto TI aufgetretenen Blaualgen haben sich aufgelöst. Die früh im Sommer verbreitete Blaualgen-Sorte unterscheidet sich von jener, die sich jeweils Anfang September im Luganersee ausbreitet.

Die Kontrollen des Tessiner Kantonslabors zeigten, das sich die Situation positiv entwickelt habe, erklärte am Donnerstag ein Mitarbeiter auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es gäbe auch keine Hinweise auf besondere Probleme an anderen Stränden des Lago Maggiore. Das Kantonslabor werde die Situation weiterhin überwachen.
Die bei Muralto im Juni gesichtete Blaualge gehöre zu einem anderen Typus als jene, die häufig Ende Sommer im Luganersee auftrete, erklärte der Kantonslabor-Vertreter weiter. Blaualgen sind in grossen Mengen für Menschen und Tiere giftig. Sie können Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder gar Leberprobleme verursachen. Die Behörden empfehlen deshalb, den Zustand des Wassers vor dem Baden stets zu überprüfen und nur in klaren Seeabschnitten zu schwimmen.
Blaualgen sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Fachleute sprechen daher von Cyanobakterien. Der Name Blaualgen ist historisch bedingt, da sie früher wegen ihrer blaugrünen Farbe fälschlicherweise für Algen gehalten wurden.










