Im Kanton St. Gallen gibt es 1700 offene Lehrstellen

Für viele Lehrbetriebe im Kanton St. Gallen ist es weiterhin schwierig, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Den aktuell 241 Jugendlichen ohne Anschlusslösung stehen etwa 1700 offene Lehrstellen gegenüber.

Die Coiffeuse oder der Coiffeur gehören nicht mehr zu den beliebtesten Berufen im Kanton St. Gallen. (Archivbild)
Die Coiffeuse oder der Coiffeur gehören nicht mehr zu den beliebtesten Berufen im Kanton St. Gallen. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die offenen Stellen verteilen sich auf eine Vielzahl von Berufen, teilte der Kanton am Donnerstag mit. «Darunter sind auch solche, die als beliebt oder anspruchsvoll gelten.» Aktuell werden 1700 unbesetzte Lehrstellen gezählt.

Ihnen stehen 241 Jugendliche gegenüber, die sich bisher weder für eine weiterführende Schule noch für ein Brückenangebot entschieden haben und auch noch keine passende Lehrstelle entdeckt haben. Erfahrungsgemäss fänden etwa zwei Drittel von ihnen noch bis zum Schuljahresende eine Anschlusslösung, heisst es in der Mitteilung. Das Amt für Berufsbildung genehmige jedenfalls Lehrverträge bis zum Semesteranfang der Berufsfachschulen.

Die meisten Jugendlichen beginnen im Kanton St. Gallen nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre. Konkret entschieden sich in diesem Jahr 77,6 Prozent der Schüler und 66,2 Prozent der Schülerinnen für diese Variante. Eine weiterführende Schule besuchen 8,7 Prozent, eine Zwischenlösung haben 12,9 Prozent gewählt.

Der Kanton hat auch die Top 20 der am häufigsten gewählten Berufe erhoben. Neu auf der Liste sei die Ausbildung zur Landwirtin oder zum Landwirt. Auch neu dabei ist die Gärtnerin oder der Gärtner. Nicht mehr aufgeführt werde die Lehre zur Coiffeuse oder zum Coiffeur. Die Auflistung werde auch vom Angebot an Ausbildungsplätzen beeinflusst, relativiert der Kanton.

Insgesamt haben im Kanton St. Gallen bis im Juli 96,6 Prozent der Jugendlichen nach der dritten Oberstufe eine Anschlusslösung gefunden. Der Kanton lieferte auch noch eine Aufschlüsselung nach Art der Schule: Aus der Sekundarschule waren es 98,5 Prozent, aus der Realschule 94,4 Prozent und aus Kleinklassen 90,3 Prozent.

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Kommentare

User #1801 (nicht angemeldet)

Und das wir so viel in Deutschland einkaufen und Dienstleistungen dort in Anspruch nehmen? Ich dacht es würden deswegen irgendwann weniger Ausbildungsplätze gebraucht werden, wurde zumindest hier von einigen immer behauptet. Dem ist wohl doch nicht so, also gehen wir weiterhin in Ruhe ohne schlechtes Gewissen nach Deutschland. Danke.

User #4908 (nicht angemeldet)

Arbeiten lohnt sich immer weniger? Fuer den der Arbeitet?

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