Im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen ist die russische Regierung gegen ein Festival vorgegangen. Auch Rammstein-Sänger Till Lindemann sollte auftreten.
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Rammstein-Sänger Till Lindemann beim Auftritt am Wacken Open Air 2013. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die russische Regierung ist gegen ein Musikfestival vorgegangen.
  • Bei der Veranstaltung sollte auch der, in Russland beliebte Till Lindemann, auftreten.
  • Der Veranstalter wittert hinter dem Vorgehen politische Motivationen.

Die Polizei in Russland ist gegen ein Musikfestival vorgegangen, auf dem auch Rammstein-Sänger Till Lindemann (58) auftreten sollte. Nachdem die Beamten bereits die Proben blockiert hätten, habe ein Grossteil der für Sonntag geplanten Veranstaltung abgesagt werden müssen.

Till Lindemann hat eine Mahnung erhalten

Das Festival-Gelände in der Stadt Twer rund 160 Kilometer nordwestlich von Moskau sei nun weitgehend abgesperrt. Lindemann sei gebeten worden, dort dennoch aufzutreten. Das Konzert solle online übertragen werden.

Medienberichten zufolge stand das Vorgehen der russischen Behörden offiziell im Zusammenhang mit Corona-Beschränkungen für Grossveranstaltungen. Auch Lindemann selbst war in der Nacht zum Samstag von Polizisten aufgesucht worden. Dabei wurde dem deutschen Musiker der Agentur Interfax zufolge eine Mahnung überbracht, bei seinem Auftritt in Twer entsprechende Auflagen einzuhalten.

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Till Lindemann, Frontsänger der deutschen Rockband Rammstein, in Aktion. - dpa

Veranstalter sieht politische Gründe

Veranstalter Larin hingegen brachte die Probleme für seine Musik-Veranstaltung mit den bevorstehenden Wahlen in Russland in Verbindung. Der Geschäftsmann kandidiert im September bei der Wahl zum Regionalparlament für die Oppositionspartei Rodina (Heimat).

Lindemann, der in Russland sehr populär ist, soll zudem am kommenden Wochenende auf dem Roten Platz in Moskau auftreten.

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