Lars Eidinger ist im neuesten Wiesbaden-«Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung» zu sehen. Er spielt einen Tatverdächtigen des Kommissars Murot.
Felix Murot (Ulrich Tukur), Magda Wächter (Barbara Philipp), Inga Muthesius (Karoline Eichhorn) und Paul Muthesius (Lars Eidinger) im «Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung».
Felix Murot (Ulrich Tukur), Magda Wächter (Barbara Philipp), Inga Muthesius (Karoline Eichhorn) und Paul Muthesius (Lars Eidinger) im «Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung». - HR/Bettina Müller

Das Wichtigste in Kürze

  • Lars Eidinger hat eine Gastrolle im neusten Wiesbaden-Tatort.
  • In «Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung» spielt er einen Tatverdächtigen.
  • Die Krimifolge überzeugte nicht alle Kritiker.

Lars Eidinger (45) trifft auf Ulrich Tukur. Damit geht der Kai-Korthals-Darsteller im neuesten Wiesbaden-«Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung» seinem eigentlichen Standort quasi fremd.

Lohnt sich das Einschalten am Sonntagabend?

Eidinger hat sich bislang drei Mal als unheimlicher Serienkiller Kai Korthals in Kiel mit Kommissar Borowski duelliert hat. Nun schlüpft er in eine ähnliche Rolle im Murot-Krimi «Murot und das Prinzip Hoffnung». Dieses Mal ist die Rolle des Schauspielers allerdings zunächst nur ein möglicher Verdächtiger von Kommissar Felix Murot (Ulrich Tukur, 64).

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Ein Tatverdächtiger in der neuen Folge «Murot und das Prinzip der Hoffnung». - Das Erste

Darum geht's im «Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung»

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Drei Männer werden per Genickschuss getötet, zwischen den Opfern gibt es keinerlei Verbindung. Da es sich um zwei «Nicht-Deutsche» und einen Obdachlosen handelt, vermutet man zunächst einen Täter aus dem rechten Milieu. Aber Kommissar Murot (Tukur) vom LKA Wiesbaden hat einen anderen Verdacht.

Er glaubt, dass die beiden ersten Morde nur den Zweck hatten, das Ganze wie eine Mordserie aussehen zu lassen. Er denkt, es ging dem Täter in Wahrheit nur um das dritte Opfer: Jochen Muthesius.

Der Obdachlose war ein ehemaliger Philosophieprofessor, bei dem auch Murot studiert hat. In einer Zeit, in der Träume von einer besseren Welt und das «Prinzip Hoffnung» noch lebendig waren. Für Muthesius lief es anders. Nach einer Familientragödie lebte er seit Jahren auf der Strasse.

Das Opfer: Ein reicher Obdachloser

Und doch besass er noch immer eine Villa in Kronberg und ein erhebliches Privatvermögen. So geraten die drei Kinder des Toten in den Fokus der Ermittlungen: Paul (Eidinger), ein exzentrischer Alleinunterhalter. Inga (Karoline Eichhorn, 56), eine Psychotherapeutin. Und Laura (Friederike Ott, 38), die mit dem Geld ihres Vaters eine Stiftung für Bedürftige gründete.

Murots Assistentin Wächter (Barbara Philipp, 56) ist mehr und mehr der Überzeugung, dass sich Murot verrennt. Da taucht ein neuer Verdächtiger auf: Jürgen von Mierendorff (Christian Friedel, 42), Nachbarssohn und Freund der Familie Muthesius. Nun ist er aber der rechten Szene zugehörig. Mehrere der Verdächtigen sind miteinander im Bunde.

Als Murtot das begreift und erkennt er: Er hat nur dann eine Chance hat, wenn er sie gegeneinander ausspielt. Also geht er in die Offensive: Um sie aus der Reserve zu locken, fordert er sie auf, ihn zu töten ...

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Murot geht in die Offensive. - Das Erste

Lohnt sich das Einschalten?

Nicht unbedingt, leider. Selbst echte Murot-Fans werden teils mit dem Kopf schütteln. Dieser «Tatort» wirft am Ende mehr Fragen auf, als dass er sie löst. Zu verworren und unrealistisch kommt der Plot daher.

Der Krimi ist in Teilen als Kammerspiel angelegt. Er hat dabei vor allem aufgrund der starken Besetzung mit Lars Eidinger und Ulrich Tukur eine echte Chance vertan.

Die Chemie mag bei «Murot und das Prinzip Hoffnung» aber nie so wirklich überspringen. Das hat mit Eidinger und Axel Milberg (65) in Kiel deutlich besser funktioniert...

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