Derby-Krimi endet mit klarem Sieg für Wacker Thun
Wacker Thun gewinnt das Derby gegen den BSV Bern 35:30. Silvan Fürst und Ante Gadza führen die Thuner zu einem verdienten Heimsieg vor 1200 Fans.

Wie Wacker Thun berichtet, entwickelte sich in einer sehr gut gefüllten Lachenhalle von Beginn an ein hochattraktives Derby zwischen Wacker und dem BSV Bern. Die Gäste eröffneten den Score und legten in der Startphase immer wieder ein bis zwei Tore vor.
Wacker liess sich jedoch, getragen von der lautstarken Kulisse und einer energiegeladenen Anfangsphase, nie abschütteln. Nach ausgeglichenen zwölf Minuten (9:9) ersetzte Silvan Fürst Marc Winkler im Tor – ein Wechsel, der sich als spielentscheidend erweisen sollte.
Kurz darauf erzielte Ante Gadza per Penalty die erste Führung für Wacker (10:9), ehe Juro Cakaric auf 11:9 erhöhte.
Thun dreht auf trotz umstrittener Zweiminutenstrafe
Ein längerer VAR-Unterbruch sorgte kurz darauf für Verwirrung. Trotz klarer Entschuldigung des zunächst verdächtigten Berners Levin Wanner wurde Juro Cakaric wegen einer vermeintlichen Schauspielerei mit einer unverständlichen Zweiminutenstrafe belegt.
Wacker liess sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil, mit geschlossener Abwehrarbeit, einem stark postierten Silvan Fürst und druckvollen Angriffen drehten die Thuner richtig auf.
Bis zur 19. Minute erspielten sie sich einen 14:10-Vorsprung, worauf Bern sein erstes Timeout nahm. Doch die Stadtberner Reaktion blieb aus. Silvan Fürst glänzte mit mehreren Paraden und gab seiner Mannschaft zusätzlichen Rückenwind. Wacker zog weiter davon und führte in der 24. Minute bereits 17:11.
Überragende Halbzeit bringt Wacker früh auf Kurs
Auch eine Zweiminutenstrafe gegen Yannick Schwab brachte keinen Bruch. Der BSV scheiterte sofort wieder an Fürst, und Jonathan Buck traf spektakulär per Backhandwurf.
Drei Minuten vor der Pause erhöhte Mobiliar-Topscorer Ante Gadza auf 20:12 und kurz darauf ging Wacker mit einem beeindruckenden 22:13 in die Kabine – eine starke Halbzeitleistung, geprägt von einem entfesselten Silvan Fürst und einem treffsicheren Ante Gadza.
Der BSV erwischte nach der Pause einen etwas besseren Start, doch auch Wacker blieb stabil. Nach 40 Minuten stand es 27:18. Nun zeigte auch der Berner Torhüter Mathieu Seravalli mehrere starke Aktionen.
Nach 45 Minuten lagen die Thuner mit 29:20 vorne, ehe Gadza per Penalty erneut auf zehn Tore Differenz stellte. BSV-Coach David Staudenmann reagierte mit seinem zweiten Timeout.
Wacker hält Führung bis zum Abpfiff
Gadza, der zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Treffer auf dem Konto hatte und einmal mehr der zentrale Taktgeber im Angriff war, erhielt eine wohlverdiente Pause. In dieser Phase kam Bern besser ins Spiel.
Beim Stand von 30:23 griff auch Remo Badertscher zum Timeout, um sein Team neu auszurichten und zu stabilisieren. Dies gelang und nach 50 Minuten hiess es 32:25.
Nach einer Strafe gegen Damien Guignet brachte dem BSV nochmals eine Überzahl, welche sie zu nutzen wussten und fünf Minuten vor Schluss auf 32:27 verkürzten konnten.
Bern kämpfte zwar entschlossen, doch der komfortable Vorsprung aus der überragenden ersten Halbzeit reichte aus. Wacker brachte die Partie kontrolliert nach Hause.
Delhees kehrt mit Ovationen zurück
Drei Minuten vor Schluss feierte Ron Delhees nach langer Verletzungspause ein emotionales Comeback – begleitet von stehenden Ovationen der über 1200 Zuschauer.
Nach 60 intensiven Derby-Minuten gewinnt Wacker Thun verdient mit 35:30 und festigt damit den vierten Tabellenrang.










