EHC Visp entscheidet Krimi gegen EHC Chur
In einer umkämpften Partie setzt sich der EHC Visp mit 3:2 gegen den EHC Chur durch und hält die Chance auf Platz zwei weiter offen.

Wie der EHC Visp mitteilt, hat das Team den EHC Chur nach einer intensiven Partie mit 3:2 bezwungen und ist gut im Rennen um die Playoffs zu Hause starten zu können. Bereits im ersten Drittel hat sich gezeigt, dass es noch um etwas geht – nämlich um das Heimrecht in den Playoffs. Für den EHC Visp würde bei optimalem Verlauf der letzten Partien sogar noch der zweite Platz drinnen.
Bei den Vispern wurde Brodecki nach dem Ausfall im letzten Spiel geschont und Burgener muss mindestens für vier Wochen wegen einer Handverletzung passen. Auch wenn der EHC Chur gut mitspielte und seinerseits zu guten Möglichkeiten kam, war es doch der Heimklub, welcher dem Spiel den Stempel aufdrückte.
Zügig vorgetragene Angriffen führten regelmässig zu hervorragenden Torchancen. Aber Nilsson, Fuss, Ritz, Lurati, Gerber und Marchon scheiterten nacheinander am gut aufspielenden Churer Torhüter.
So Stand es bis vier Minuten vor dem Drittelsende immer noch 0:0, bis die Gäste einen der wenigen Abwehrfehler zum ersten Tor ausnützten. Die Visper haben aber sehr gut reagiert. Wie ein kaltblütiger Stürmer hat Colin Gerber nur 18 Sekunden später den Ausgleich und damit auch das Drittelsresultat bewerkstelligt.
Visp geht in Führung, kassiert aber kurz vor der Pause das 2:2
Das Mitteldrittel konnten die Visper mit einem Mann mehr in Angriff nehmen. Für einmal passte das Zusammenspiel im Powerplay. Zuerst traf Lurati die Latte und kurz später war es Lehmann welcher für die Führung verantwortlich war.
In der Folge sah man ein ähnliches Spiel wie im ersten Drittel. Der EHC Visp powerte und die Churer kamen mit schnellen Gegenstössen zu guten Torchancen. Lange fielen keine Tore, weil die Torhüter genauer als die Stürmer waren oder es rettete die Torumrandung wie beim Schuss von Nilsson.
Drei Minuten vor Drittelsende kamen die Gäste doch noch zum Ausgleich. Dies nachdem die Visper vorher mehrheitlich im gegnerischen Drittel waren. Kurz vor Drittelsende kassierte Vincent Despont, der Ex-Visper eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe. So konnten die Visper mit einer dreiminütigen Überzahl ins Schlussdrittel starten.
Entscheidendes Powerplay-Tor sichert wichtige Punkte
Lange sah es in dieser Überzahl nicht sonderlich erbaulich aus. Aber dann schloss Lehmann eine schön herausgespielte Aktion mit dem 3:2 ins hohe Eck ab. Sein zweiter Treffer am heutigen Abend. Wer den EHC Chur und dessen Kampfwillen kennt weiss, dass sich diese Team durch einen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen lässt. Und so bekamen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch zu sehen.
Beide Teams kamen zu guten Torchancen. Dies war für Reto von Arx, Trainer der Churer noch nicht genug. So nahm er bereits neun Minuten vor Spielende sein Timeout. Zumindest unmittelbar zeigte dies aber keine Wirkung. So stand das Spiel weiter auf Messerschneide. Vier Minuten vor Schluss zeigte der Schiedsrichter eine Strafe gegen die Gäste an.
Die Visper nutzten dies um Zeit zu schinden. So dauerte es fast zwei Minuten bis die Strafe endlich ausgesprochen werden konnte. Wie im ersten und im zweiten Drittel konnte man also in den Schlussminuten in Überzahl spielen. Die Visper liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren die Sache nach Hause.
Auch wenn man mit den Torchancen liederlich umging, zeigte man eine recht gute Partie. Vor allem Einsatz und Wille waren top. Und mit dem Sieg hat man weiterhin die Chance die Qualifikation auf dem zweiten Schlussrang abzuschliessen.










