Schrieb Collien Fernandes unwissentlich mit ihrem Mann?
Neue Vorwürfe gegen Christian Ulmen werfen ein Schlaglicht auf eine Szene aus Collien Fernandes’ Deepfake-Doku.

Das Wichtigste in Kürze
- Szenen der Deepfake-Doku von Collien Fernandes machen derzeit im Netz die Runde.
- Dabei ist etwa zu sehen, wie sie sich selbst auf die Jagd nach dem Täter macht.
- Damals wusste sie aber noch nicht, dass sie später ihren Ehemann beschuldigen würde.
Schon seit Jahren weiss Collien Fernandes (43), dass im Internet jemand sein Unwesen mit Deepfakes von ihr treibt. In einer ZDF-Doku machte sich die Moderatorin 2024 sogar selbst auf die Suche nach dem Täter.
Damals hatte sie noch keine Ahnung, was sie später herausfinden würde: Denn inzwischen hat Fernandes ihren eigenen Ehemann Christian Ulmen (43) beschuldigt, sie über Jahre hinweg «virtuell vergewaltigt» zu haben.
Plötzlich stehen deshalb auch all ihre Recherchen in einem ganz anderen Licht. So etwa eine Szene, die aus dem zweiten Teil ihrer Recherche-Doku stammt. Auf der Jagd nach dem Täter geht Fernandes darin einen ungewöhnlichen Schritt: Sie gibt sich selbst als «Kunde» aus und nimmt Kontakt zur Fake-Collien auf.
«Das finde ich irgendwie total gruselig»
Die Szene macht derzeit auf den Sozialen Netzwerken die Runde. «Ich habe jetzt gerade gefragt ‹Bist du zu Hause?›», sagt Fernandes, während sie auf ihrem Bett sitzt und mit ihrem Smartphone schreibt. Die Antwort folgt unmittelbar: «Ja natürlich.»
Was damals bereits für Unbehagen sorgt, wirkt heute noch verstörender. Fernandes beschreibt die Situation so: «Das finde ich irgendwie total gruselig, weil ich mir ja vorstelle, dass sie, also ich, gerade bei mir zu Hause – also, dass Fake-Collien gerade bei mir zu Hause ist.»
Mit dem heutigen Wissensstand stellt sich eine brisante Frage: Schrieb Fernandes damals womöglich unwissentlich mit ihrem eigenen Ehemann?
«Er hat gesagt, das sieht einfach richtig echt aus»
Auslöser dieser Spekulation sind die jüngsten Vorwürfe, die durch Recherchen des «Spiegel» öffentlich wurden. Demnach soll Ulmen über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen betrieben haben. Dabei soll er mit zahlreichen Männern kommuniziert und auch pornografische Inhalte verbreitet haben – teils mithilfe von KI-generierten Deepfakes und gefälschter Stimme.
Auch frühere Aussagen erscheinen rückblickend in einem neuen Licht. In einem Interview erklärte Fernandes, Ulmen habe die Deepfakes gesehen und deren Echtheit betont.
«Also er hat gesagt, das sieht einfach mal richtig, richtig echt aus. Also er hat gesagt, wenn er nicht wüsste, dass es ein Fake ist, würde er es komplett glauben.»
Christian Ulmen lässt Anwalt sprechen
Die Vorwürfe wiegen schwer. Fernandes soll Ende 2025 in Spanien Anzeige erstattet haben. Im Raum stehen unter anderem Anmassung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung. Die Justiz hat Vorermittlungen aufgenommen. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen.
Ulmens Anwalt weist die Vorwürfe zurück. Die Berichterstattung sei teilweise rechtswidrig und basiere auf einseitigen Darstellungen. Rechtliche Schritte wurden angekündigt.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Fernandes und Ulmen haben eine gemeinsame Tochter. Die Ehe wurde 2025 nach rund 14 Jahren geschieden.
















