Cathy Hummels über Collien Fernandes: «Ähnliche Erfahrung gemacht»
Unter den Promis solidarisiert sich auch Cathy Hummels mit Collien Fernandes. Die Moderatorin wurde laut eigener Aussage ebenfalls Opfer digitaler Gewalt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex beschäftigen auch Cathy Hummels.
- Die Moderatorin spricht ihr Beileid aus und teilt dabei eine eigene ähnliche Erfahrung.
- «Ich habe nicht so konsequent für mich gekämpft, wie sie es jetzt tut», so die 38-Jährige.
Der Fall um Collien Fernandes (44) sorgt weiterhin für grosses Entsetzen. Die Schauspielerin wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen (50) vor, sie während Jahren mit Fake-Profilen in den sozialen Medien «virtuell vergewaltigt» zu haben.
Fernandes erstattete unter anderem wegen Identitätsdiebstahl Anzeige und machte die mutmasslichen Vorfälle diese Woche in einem «Spiegel»-Bericht publik. Zahlreiche Prominente meldeten sich daraufhin zu Wort, solidarisierten sich mit der Schauspielerin und zeigten sich tief erschüttert.

Auch Cathy Hummels (38) sprach am Donnerstag ihr Beileid aus – machte zugleich aber deutlich, dass der Fall Ulmen/Fernandes keine Ausnahme ist. Die Moderatorin gestand: «Ich habe selbst in meinem privaten Umfeld eine ähnliche Erfahrung gemacht. Bei mir ging es um Stalking, die Weitergabe privater Inhalte und Chatverläufe sowie um gezielte Falschdarstellungen und Erpressung.»
«Habe nicht konsequent für mich gekämpft»
Offenbar aber kostete es die Moderatorin zu viel Überwindung, für ihre Rechte einzustehen: «Ich habe den Fall damals auch zur Anzeige gebracht, aber ich habe nicht so konsequent für mich gekämpft, wie sie es jetzt tut. Aus Angst. Aus Überforderung. Und weil die emotionale Belastung einfach enorm war. Gerade deshalb bewundere ich ihre Stärke.»

Die Münchnerin forderte deshalb, dass «Fake-Profile, anonyme Hetze und der Missbrauch privater Inhalte müssen konsequenter verfolgt und sanktioniert werden». Die Verantwortung liege «immer bei den Tätern». Ein solches Verhalten sei auch nicht mit neuen Technologien wie künstliche Intelligenz zu entschuldigen, so die 38-Jährige.
Ulmen soll Taten zugegeben haben
Nach dem «Spiegel»-Bericht meldete sich Fernandes auf Instagram mit einer ausführlichen Erklärung zu den Recherchen. Jahrelang seien unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt worden. Aus «normalen Konversationen» seien Sexchats und mittels KI-generierter Stimme erotische Telefonate entstanden. Inklusive der Verbreitung von manipulierten Nacktfotos und Sexvideos, die Fernandes abbilden sollen.

Ende 2024 kämpfte die Schauspielerin zunächst mit einer anonymen Anzeige gegen Identitätsdiebstahl im Netz, thematisierte die Vorfälle sogar in einer TV-Doku. Wochen später soll ihr damaliger Ehemann Christian Ulmen seine mutmasslichen Taten gestanden haben. In der Hoffnung, dass sie die Ermittlungen stoppt.
Ulmen habe ihr erklärt, dass er aus einer Art Besitzdenken heraus so gehandelt habe. «Weil er mich besitzt (ich bin schliesslich seine Ehefrau) könne er mich anderen Männern zum Sex zur Verfügung stellen. Die Degradierung habe ihm Lust bereitet! Es habe ihn geil gemacht, mich jahrelang zu erniedrigen!»
«Was sie erlebt hat, ist erschütternd»
Es sind Sätze, die viele schockiert zurücklassen, darunter auch Cathy Hummels. Nach ihrem Statement am Donnerstag betont sie gegenüber RTL erneut ihren Zuspruch für Fernandes' offenen Umgang mit diesem schwierigen Thema.

«Ich solidarisiere mich von Herzen mit Collien Fernandes. Was sie erlebt hat, ist erschütternd und leider kein Einzelfall. Sexualisierte Gewalt muss endlich ernst genommen werden – gesellschaftlich, rechtlich und auch im digitalen Raum», meint die Ex-Spielerfrau.
Denn: «Als Aussenstehende kann man kaum nachvollziehen, was es bedeutet, wenn das Vertrauen in der eigenen Beziehung so tief erschüttert wird. Umso mehr verdient Collien Respekt dafür, wie offen und mutig sie damit umgeht.»
Fernandes kündigte Demo gegen sexualisierte Gewalt an
Worte, die Fernandes Zuversicht schenken dürfen. Auf Instagram bedankt sich der «Traumschiff»-Star für die Solidarität, die ihr entgegengebracht wird: «Liebe Alle! Danke, danke, danke für diesen überwältigenden Support, der mir wirklich geholfen hat, aus einem ganz tiefen Tal zu kommen. Lasst uns laut sein und laut bleiben! Lasst uns Licht in das Dunkelfeld bringen!»
Die Schauspielerin setzt sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt ein – und das nicht nur mit Worten.
In ihrem Post hat die 44-Jährige für heute Sonntag eine Demonstration in Berlin angekündigt. Diese soll um 16 Uhr am Brandenburger Tor stattfinden. «Für Solidarität, Gerechtigkeit und eine echte Veränderung in Form von klaren Gesetzen und echten Konsequenzen! Und gegen sexualisierte Gewalt! »
Ob eine Anklage gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben wird, ist derzeit unklar. Dem «Spiegel»-Bericht zufolge wurden inzwischen Vorermittlungen eingeleitet, die über den weiteren Verlauf des Verfahrens entscheiden sollen. Ulmen selbst hat sich bislang nicht zu den schwerwiegenden Vorwürfen geäussert.












