So erfuhr Collien Fernandes von den KI-Pornos

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Collien Fernandes erfuhr von einem Produzenten von den Fake-Profilen. Er glaubte, mit der Schauspielerin geflirtet und Nacktfotos von ihr erhalten zu haben.

    collien fernandes
    Collien Fernandes wurde Opfer von digitalem Identitätsbetrug. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Collien Fernandes erfuhr bei einem Abendessen mit einem Produzenten von den Fake-Profilen.
    • Der Mann hatte zuvor mit einer gefälschten Collien online geflirtet.
    • Die Schauspielerin hat nun ihren Ex wegen «digitaler Vergewaltigung angezeigt.

    Jahrelang erstellte jemand Fake-Profile von der deutschen Schauspielerin Collien Fernandes (44). Diese Profile flirteten mit Männern und teilten gefälschte Nackt-Fotos und -Videos. Kürzlich machte Fernandes öffentlich, dass ihr Ex-Mann Christian Ulmen (50) dahintersteckte.

    In einem «Bild»-Interview von 2024 und neulich im «Kölner Treff» sagt Collien, wie sie von dem Identitätsbetrug erfahren hat. Ein Produzent habe ihr bei einem Abendessen davon erzählt. Dieser habe gedacht, mit der echten Collien online geflirtet, von der echten Collien Nacktfotos erhalten zu haben.

    «Ich wusste die ganze Zeit nicht, was er meinte», erzählt Collien. «Dann hat er mir unsere Konversation gezeigt. Darüber habe ich dann erst mitbekommen, dass sich jemand seit Jahren auf Social Media unter meinem Namen angemeldet hat. Als ich das gesehen habe, war es für mich total heftig.»

    Christian Ulmen hat über Jahre Fake-Profile von Collien erstellt. Damit kontaktierte er verschiedene Männer, auch aus dem beruflichen Umfeld seiner Ehefrau.

    Collien Fernandes zeigte Ulmen bewusst in Spanien an

    Der Chat mit dem Produzenten sei immer anzüglicher geworden, erzählte Fernandes der «Bild». Dann seien gefälschte Fotos von ihr verschickt worden, diese seien immer nackter geworden. Und am Schluss habe der Produzent gefälschte Sex-Videos erhalten.

    Collien Fernandes wirft ihrem Ex Christian Ulmen vor, hinter den Fake-Profilen gesteckt zu haben. Dieser lässt die Vorwürfe durch seinen Anwalt dementieren: Die Berichterstattung sei «rechtswidrig». «Unwahre Tatsachen werden aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet.

    Die Schauspielerin aber zeigte Ulmen in Spanien an. Sie habe sich bewusst gegen Deutschland entschieden, erzählte sie in den «Tagesthemen». Denn in Spanien seien die Rechte der Frauen besser, während Deutschland ein «absolutes Täterparadies» sei.

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