Prinz Harry

    «Respekt»: Prinz Harry geht auf Donald Trump los

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger, Keystone-SDA

    USA,

    «Abseits der Frontlinien»: US-Präsident Donald Trumps Worte über die Nato verletzen Harry – jetzt feuert der Prinz zurück!

    Harry
    Prinz Harry feuert mit scharfen Worten gegen Trump zurück. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Donald Trump äusserte sich abfällig über die Nato-Truppen in Afghanistan.
    • Für Prinz Harry zu viel: Er wirft die royale Zurückhaltung über Bord und schiesst zurück.
    • Harry diente selbst zehn Jahre – und kämpfte dabei zweimal in Afghanistan.

    Prinz Harry (41) hat seine royale Zurückhaltung über Bord geworfen – und sich mächtig über Donald Trump (79) aufgeregt. Der Herzog von Sussex mischte sich am Freitag deutlich in die politische Debatte ein.

    Auslöser war ein Fox-News-Interview des US-Präsidenten, in dem Trump mit abfälligen Äusserungen über die Nato-Truppen in Afghanistan für Aufruhr sorgte. Und die Rolle der Nato-Partner im Afghanistan-Krieg massiv herunterspielte.

    Er behauptete: Die USA hätten das Verteidigungsbündnis nie gebraucht. Mehrere Nato-Staaten wären «etwas abseits der Frontlinien» geblieben und hätten sich «zurückgehalten».

    Für die Briten ein harter Schlag: Grossbritannien war nach den USA der zweitgrösste Truppensteller in Afghanistan – und verlor Hunderte Soldaten. Kein Wunder also, dass aus London scharfe Kritik hagelte.

    Auch für Harry, der selbst zweimal in Afghanistan im Einsatz war, war Trumps Abwertung zu viel.

    Der Herzog von Sussex legte die royale Zurückhaltung ab und schoss scharf gegen den US-Präsidenten: Er erinnerte daran, dass die USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als einziger Nato-Staat den Bündnisfall ausgerufen hatten.

    iran trump
    Keine Freunde: Donald Trump drohte Prinz Harry und Meghan Markle in der Vergangenheit damit, sie aus den USA abzuschieben. Zuletzt machte er aber einen Rückzieher - keystone

    Über seinen eigenen Afghanistan-Einsatz sagte Harry: «Ich habe dort gedient, ich habe Freunde fürs Leben gefunden. Und ich habe Freunde verloren. Das Vereinigte Königreich allein hat 457 Militärangehörige verloren.»

    Harry fordert «Respekt»

    Tausende Leben seien für immer verändert worden, Eltern hätten ihre Kinder begraben müssen und Kinder ihre Eltern verloren. «Diese Opfer verdienen es, wahrheitsgemäss und mit Respekt behandelt zu werden», mahnte der Royal weiter.

    Prinz Harry diente insgesamt zehn Jahre im aktiven Militärdienst, zweimal in Afghanistan. Zunächst heimlich 2008, später zwischen 2012 und 2013 als Apache-Hubschrauberpilot und Bordschütze.

    invictus games
    Harry macht sich mit den «Invictus Games» für Veteranen stark. - Instagram/@meghan

    In seiner Autobiografie «Reserve» gab Harry offen zu, 25 Taliban-Kämpfer getötet zu haben. Eine Zahl, die er weder mit Stolz noch mit Scham betrachtete, sondern schlicht als notwendigen Teil seiner Aufgabe sah.

    Seit seinem Abschied vom aktiven Dienst engagiert sich Harry besonders für Veteranen. Unter anderem gründete er die «Invictus Games» – ein internationales Sport-Event für verletzte und kranke Soldaten.

    Findest du es gut, dass sich Prinz Harry politisch geäussert hat?

    Dass sie keine Fans von Trump sind, daraus machen Harry und Meghan kein Geheimnis. Erst Anfang Dezember sorgte Harry für Aufsehen: Er trat überraschend in Stephen Colberts Late-Night-Show auf und verhöhnte den US-Präsidenten in einem einstudierten Sketch.

    Und während dieser anfangs noch für Gelächter sorgte, erhielt der Rotschopf dann plötzlich Buhrufe! Denn plötzlich wurde es politisch, und der Prinz wetterte gegen Trump.

    late-night-show
    Harrys Auftritt in der Late-Night-Show spaltet die Gemüter. - Instagram/@colbertlateshow

    Doch auch der US-Präsident gerät bei Harry und Meghan nicht ins Schwärmen. So äusserte er sich schon mehrmals abwertend über die Royal-Aussteiger.

    In der Vergangenheit gab es sogar Spekulationen, ob Trump Harry aus den USA ausweisen könnte. Auch Herzogin Meghan scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein.

    «Sie ist schrecklich»

    Vor einigen Monaten sagte er über Harry: «Ich werde ihn in Ruhe lassen. Er hat genügend Probleme mit seiner Ehefrau. Sie ist schrecklich.» Autsch!

    Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan Markle (44) sind seit 2020 keine aktiven Royals mehr. Das Paar lebt mit seinen Kindern seither in den USA.

    Kommentare

    User #5213 (nicht angemeldet)

    Die Regierung (also die Steuerzahler) hat ihm die Piloten-Ausbildung inkl Kost & Logis bezahlt...

    User #4534 (nicht angemeldet)

    Nun, der ganze NATO-Einsatz in Afghanistan war ILLEGAL! Nach UN, NATO, etc Regeln. Nach ALLEN Regel. Das war Baby-Bush und D1ck Cheney

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