Prinz Harry litt nach Dianas Tod unter Panikattacken
Prinz Harry spricht offen über den Tod seiner Mutter Diana – und die Panikattacken, die ihn bis heute verfolgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Prinz Harry litt nach dem Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana, unter Panikattacken.
- Beim Anziehen eines Hemdes verfolgte ihn das Gefühl zu «ersticken», erinnert er sich.
- Emotionale Ablenkung fand er später durch seinen Militärdienst in Afghanistan.
Der 31. August 1997 verändert das Leben von Prinz Harry für immer. Mit knapp 13 Jahren verliert er seine Mutter, Prinzessin Diana (†36), die in Paris bei einem Autounfall ums Leben kommt. Ein schrecklicher Verlust, der den britischen Royal bis heute prägt.
In einer MasterClass mit dem Titel «Redefining Grief» schildert der heute 42-Jährige, wie er unter der Trauer gelitten hat. Besonders eindrücklich erinnert sich Harry an seine früheren Panikattacken.

«Schon beim Anziehen eines einfachen Hemdes» hatte er den Eindruck, «der Kragen würde mich einschnüren, sodass ich buchstäblich das Gefühl hatte, zu ersticken», beschreibt er die unangenehmen Momente. Auch im Auto auf dem Weg zur Arbeit nahm die Angst überhand, erinnert er laut dem US-Magazin «People».
«Jeder wusste, was mir als Kind widerfahren war»
Hintergrund: Für die US-amerikanische Online-Lernplattform MasterClass sprach Prinz Harry im Sommer mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor über die Auswirkungen von Trauer auf Gehirn und Körper.
Im Zentrum des Gesprächs standen Harrys eigene Erlebnisse – geprägt von seinem schweren Schicksalsschlag als kleiner Junge.

Schon damals habe er sich ständig unter Beobachtung gefühlt, meint der Ehemann von Meghan Markle (45). «Jeder wusste, was mir als Kind widerfahren war, und ich glaube, alle haben mich wohl mit dem Gedanken angesehen: ‹Wie geht es ihm? Ist er in Ordnung?›»
Prinz Harry rutschte in Depression
Im Alter von 20 Jahren habe er im Militärdienst die «perfekte Ablenkung» gefunden, so Prinz Harry weiter. Dort habe er «die gleiche Uniform wie alle anderen» getragen und sich ganz auf seine Aufgaben konzentrieren können. Für seine Trauer blieb kaum Platz.

Den «adrenalingeladenen Zustand» während seiner Einsätze habe Harry wie eine «Superkraft» erlebt. Doch nach seinem zweiten Afghanistan-Einsatz 2013 fiel diese Ablenkung weg. Und Harry musste sich stärker mit seinen eigenen Gefühlen auseinandersetzen.
Ein weiterer Tiefpunkt folgte Ende 2019 in Kanada: Nach dem Rückzug aus dem royalen Alltag habe Harry einen regelrechten «Adrenalin-Crash» erlebt. In der Folge sei er rund zwei Wochen lang in eine Depression gerutscht.
















