20 Jahre Haft für jugendlichen Auftragskiller aus Norwegen
Ein Jugendlicher aus Norwegen ist in London wegen der Beteiligung an einem Mordkomplott durch eine Verbrecherbande mit Verbindungen zum Iran zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Der 19-Jährige hatte sich im März 2025 bereiterklärt, für einen Betrag von 25.000 Euro (rund 23.200 Franken) eine unbekannte Person zu erschiessen, und war dafür von Norwegen nach Grossbritannien gereist, wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete.
Die Behörden verhinderten die Tat jedoch, indem sie den Jugendlichen zwei Tage nach seiner Ankunft in Grossbritannien festnahmen. Auftraggeber des geplanten Mordes war demnach das sogenannte Foxtrot-Netzwerk aus Schweden. Mehrere Mittelsmänner mit Decknamen wie «Agent 47» und «Generalen» sollen an dem Mordkomplott beteiligt gewesen sein. Auf Anweisung seiner Auftraggeber holte der 19-Jährige Bargeld, Schusswaffen und Munition ab, um den Mord durchzuführen.
Das berüchtigte Foxtrot-Netzwerk wird britischen Regierungsangaben zufolge teils vom Iran unterstützt und ist dafür bekannt, bereits sehr junge Teenager für Gewaltverbrechen und Drogenschmuggel einzusetzen. In Grossbritannien wurde die Bande 2025 wegen Gewalttaten gegen jüdische und israelische Ziele im Auftrag des Irans mit Sanktionen belegt.
Nach Angaben der Leiterin der Londoner Anti-Terror-Polizei, Helen Flanagan, wurden in diesem Fall «keine Beweise für eine direkte Verbindung zum Iran gefunden». Das Opfer habe zudem nie identifiziert werden können, sagte sie der Nachrichtenagentur PA zufolge.
Bereits Ende Juli wurde der 19-Jährige im Londoner Old Bailey wegen Verschwörung zum Mord schuldig gesprochen. Die Richterin sprach bei der Verkündung der Haftstrafe laut PA von einer «unreifen Persönlichkeit» des Norwegers. Er habe «nichts über das Leben oder die Lebensumstände dieser Person» gewusst, sagte sie. Sie sei sich sicher, dass der Jugendliche die Tat begangen hätte, wenn er nicht von der Polizei gestoppt worden wäre.














