Prinz Harry

    Prinz Harry: «Ich rutschte in eine Depression»

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Grossbritannien,

    Prinz Harry enthüllt, dass er 2019 in eine Depression gerutscht ist. Grund dafür war ein Adrenalinabfall, als er in Kanada war.

    prinz harry
    Prinz Harry war 2019 in eine Depression gerutscht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ende 2019 reisten Harry und Meghan nach Kanada, um Distanz zu gewinnen.
    • Wegen des Adrenalinabfalls rutschte er in eine Depression.
    • Er erzählt auch, dass er zwei Jahrzehnte lang nicht geweint habe.

    Prinz Harry (42) öffnet seine Seele für die Öffentlichkeit: In einer Video-Lektion der MasterClass «Redefining Grief» lässt er gegenüber einer Neurowissenschaftlerin tief blicken.

    So erzählt er von den Anfängen des Megxit, seinem Ausstieg aus dem Königshaus: Ende 2019 reiste er mit Meghan Markle (45) und seinem wenige Monate alten Sohn Archie (heute 7) nach Kanada.

    Aus dem Urlaub wurde ein viermonatiger Aufenthalt, es folgte der Umzug nach Kalifornien.

    «Wir sind nach Kanada gezogen, um etwas Abstand von allem zu gewinnen und einfach nachdenken zu können», so Harry. Er verliess «diese stressige Umgebung» und erlebte «einen Adrenalinabfall».

    Er sei in ein Loch gefallen und in eine Depression gerutscht, erklärt er. «Ich hatte das Gefühl, ohne Adrenalin nicht mehr funktionieren zu können.»

    Hattest du schon einmal eine Depression?

    Sein Leben lang sei er unter Druck gestanden. Sein Körper habe in Kanada plötzlich heruntergefahren.

    In Kanada teilten Harry und Meghan dann auch mit, sich als arbeitende Royals zurückzuziehen. Seither haben sie keine offiziellen royalen Rollen mehr und führen keine Aufgaben aus.

    Prinz Harry spricht über Trauer nach Dianas Tod

    Im Gespräch mit der Neurowissenschaftlerin spricht Prinz Harry auch über den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana (†36). Fast zwei Jahrzehnte lang habe er nicht geweint, erzählt er. «Ich war überzeugt, das sei Stärke – aber das war es nicht.»

    Den Tod verarbeiten konnte er lange Zeit nicht. Denn er habe geglaubt, traurig sein zu müssen, um ihr die Treue zu halten. Er habe sich schuldig gefühlt, wenn er glücklich gewesen sei.

    Erst spät ging er in Therapie und konnte diese Sichtweise ändern. Dabei fand er etwas sehr Wichtiges heraus, wie er erzählt: «Sie wollte einfach, dass ich glücklich bin.»

    Kommentare

    User #9413 (nicht angemeldet)

    Langsam wäre es an der Zeit, dass er Einsicht zeigt und seine verstorbene Mutter Diana endlich in Frieden ruhen lässt, anstatt immer wieder neue Geschichten aus seiner Sicht zu erzählen. Nicht einmal Mutter Teresa oder andere bedeutende Persönlichkeiten werden an jedem 10., 20. oder 30. Todestag derart in den Mittelpunkt gerückt. Man sollte das Andenken an Verstorbene mit Würde und Respekt bewahren, statt die Vergangenheit ständig neu aufzurollen.

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