Nick Reiner muss Todesstrafe nicht fürchten
Im Mordfall um Rob Reiner und seine Ehefrau Michele wird die Staatsanwaltschaft keine Todesstrafe für Nick Reiner beantragen.

Nick Reiner droht im Verfahren um den Tod seiner Eltern keine Todesstrafe. Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman bestätigte, dass seine Behörde diese Strafe nicht fordern wird, berichtet der «Stern».
Der Entscheidung sei eine umfassende Prüfung vorausgegangen. Dabei seien sowohl erschwerende als auch mildernde Umstände sowie die Ansichten von Angehörigen und Strafverfolgungsbehörden berücksichtigt worden.
Auch Nicks Geschwister Jake und Romy hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. Das erklärte Hochman laut dem «NTV» in Los Angeles.
Lebenslange Haft ohne Bewährung
Der 33-Jährige ist wegen zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt. Sollte er verurteilt werden, wäre lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung die Höchststrafe.
Reiner plädierte im Februar auf nicht schuldig. Ihm wird vorgeworfen, seine Eltern im Dezember 2025 getötet zu haben.
Rob Reiner und Michele Singer-Reiner wurden am 14. Dezember tot in ihrem Haus im Stadtteil Brentwood entdeckt. Rund sechs Stunden später nahmen Ermittler den Sohn nachts auf einer Strasse nahe einer Tankstelle fest.
Verteidigung spricht von psychischer Erkrankung
Pflichtverteidigerin Kimberly Greene begrüsste die Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Sie habe damit die richtige Entscheidung getroffen, erklärte die Anwältin laut dem «Stern».
Greene verwies zudem auf die psychischen Probleme und die langjährige Suchtgeschichte ihres Mandanten. Nick leide an einer schweren psychischen Erkrankung, sagte sie der «Promiflash» zufolge.
Die Todesstrafe war zuvor als mögliche Sanktion geprüft worden. Neben dem Vorwurf des zweifachen Mordes werden besondere Umstände geltend gemacht, darunter das Auflauern und der Einsatz einer gefährlichen Waffe.
Prozess gegen Sohn von Rob Reiner startet 2027
Der Prozess soll voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr beginnen. Nach Angaben der «Promiflash» rechnet Hochman derzeit frühestens 2027 mit einem Prozessbeginn.
Die nächste Anhörung ist für den 7. Oktober angesetzt. Rob Reiner wurde unter anderem durch «Harry und Sally», «Stand by Me» und «Eine Frage der Ehre» bekannt.

Bei den diesjährigen Emmys wurde des im Dezember verstorbenen Regisseurs gedacht. Schauspielerin Jamie Lee Curtis erinnerte dort emotional an Rob und Michele, berichtet der «Stern».
















