US-Senat

    CLARITY Act scheitert im US-Senat

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Der CLARITY Act verfehlt im US-Senat die nötige Mehrheit. Bitcoin und Krypto-Aktien reagieren mit deutlichen Verlusten.

    Bitcoin Krypto CLARITY Act
    Der CLARITY Act sollte für Krypto in den USA einen klareren regulatorischen Rahmen schaffen. (Symbolbild) - keystone

    Der US-Senat hat den CLARITY Act am Dienstag zunächst blockiert. Für die Verfahrensabstimmung waren 60 Stimmen erforderlich, diese Mehrheit wurde jedoch verfehlt, berichtet «finanzen.net».

    Dabei ging es noch nicht um die endgültige Verabschiedung des Gesetzes. Entscheidend war vielmehr, ob die Debatte über den Gesetzentwurf H.R. 3633 formal aufgenommen werden kann.

    Der CLARITY Act soll einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen. Vorgesehen ist unter anderem eine klarere Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC.

    CLARITY Act: Streit um den Gesetzentwurf

    Das Vorhaben war im Gesetzgebungsverfahren bereits weit fortgeschritten. Eine frühere Fassung passierte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, wie «finanzen.net» schreibt.

    Im Mai 2026 stimmte zudem der Bankenausschuss des Senats mit 15 zu 9 Stimmen für den Gesetzentwurf. Kurz vor dem Votum verhandelten Demokraten und Republikaner noch über mögliche Änderungen.

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    Nach Angaben einer anonymen demokratischen Quelle wurden die Gespräche schliesslich beendet. Dabei ging es auch um politische Interessen und mögliche Interessenkonflikte.

    Ethik und Stablecoins als Streitpunkte

    Demokratische Senatoren verlangten strengere Vorgaben für Kryptobeteiligungen von Politikern und Regierungsvertretern. Dabei verwiesen sie auch auf geschäftliche Aktivitäten von US-Präsident Donald Trump und seiner Familie.

    Die Republikaner legten kurz vor der Abstimmung eine überarbeitete Fassung vor. Nach ihren Angaben wurden darin 126 Änderungswünsche demokratischer Senatoren berücksichtigt, darunter zusätzliche Ethikregeln.

    Auch Stablecoins sorgten für Konflikte. Banken befürchten laut «finanzen.net», dass bestimmte Vergütungsmodelle von Stablecoin-Anbietern Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abziehen könnten.

    Bitcoin und Krypto-Aktien unter Druck

    Nach dem Senatsvotum gerieten Bitcoin und Krypto-Aktien deutlich unter Druck. Bitcoin fiel zeitweise auf 75'959,31 US-Dollar und damit rund vier Prozent.

    Auch mehrere Krypto-Aktien verloren deutlich. Coinbase gab 10,10 Prozent nach, Strategy verlor 5,36 Prozent und Robinhood 3,39 Prozent.

    Krypto CLARITY Act
    Das Scheitern des CLARITY Act sorgt bei Krypto-Anlegern für neue Unsicherheit. (Symbolbild) - depositphotos

    Block verlor 1,48 Prozent. Die Bullish-Aktie gab um 5,37 Prozent nach.

    Branche sieht Regulierung weiter in Bewegung

    Die Kryptoindustrie hatte grosse Hoffnungen in den CLARITY Act gesetzt. Laut dem «Manager Magazin» erwarteten Unternehmen davon einen verbindlicheren Rahmen und mehr Rechtssicherheit.

    Ripple-Chef Brad Garlinghouse bezeichnete das Ergebnis der «CoinDesk» zufolge als enttäuschend. Zugleich verwies er auf die laufenden Arbeiten von SEC und CFTC.

    Weitere Branchenvertreter sehen darin ebenfalls einen möglichen Weg für die weitere Regulierung digitaler Vermögenswerte. Gleichzeitig bleibt nach Einschätzung mehrerer von «CoinDesk» zitierter Branchenvertreter die Frage der langfristigen Beständigkeit solcher Regeln offen.

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    Kommentare

    User #1729 (nicht angemeldet)

    Bitcoin sind nur für Schlaue. Das ist unfair. Gehört verboten.

    User #1729 (nicht angemeldet)

    Tolle Sache

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