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    Brian May feiert seinen 75. Geburtstag

    Nau Prominews
    Nau Prominews

    Grossbritannien,

    Brian May feiert seinen 75. Geburtstag. Der berühmte Queen-Gitarrist ist vor allem als herausragender Musiker bekannt. Aber er ist noch viel mehr.

    Brian May wird am 19. Juli 75 Jahre alt.
    Brian May wird am 19. Juli 75 Jahre alt. - Cubankite/Shutterstock.com

    Das Wichtigste in Kürze

    • Queen-Legende Brian May wird 75 Jahre alt.
    • Auch im hohen Alter steht er weiterhin mit seiner Band auf der Bühne.
    • Er ist aber weitaus mehr als nur ein Gitarrist.

    Brian May steht bereits seit über 50 Jahren mit der britischen Rockband Queen auf der Bühne. Der virtuose Gitarrist mit der Lockenmähne rockt auch mit nun 75 Jahren noch die grossen Stadien. An der Seite von Freddie Mercury (1946-1991) ist er mit Hits wie «We Will Rock You» weltberühmt geworden.

    Doch der Musiker hat sich auch abseits der Band einen Namen gemacht: als Astrophysiker, Autor und Tierschützer. Man könnte ihn als einen Tausendsassa bezeichnen.

    Live Aid
    Queen-Leadsänger Freddie Mercury beim Live Aid Konzert 1985 in Grossbritannien. - keystone

    Der am 19. Juli 1947 geborene May war ein Einzelkind und zeigte schon früh sein musikalisches Talent. Davon abgesehen war der spätere Musiker auch ein grosser Bastler: So baute er für seine erste Gitarre einen besonderen Tonabnehmer, um einen elektrischen Sound herzustellen. Ausserdem interessierte er sich für den Sternenhimmel und bastelte ein Teleskop.

    Zusammen mit seinem Vater nahm er sich ein besonderes Projekt vor: Die beiden bauten in den 1960er Jahren eine E-Gitarre, die später als Red Special in die Geschichte eingehen sollte. Damals war Brian May 16 Jahre alt. Das rot-schwarze Instrument bestand aus allerlei Dingen, die im Haus der Mays zu finden waren: Holz vom Kamin, einem Brotmesser und Teilen eines Motorrads. Noch heute spielt May auf der Red Special.

    Brian May: Astrophysik - oder doch die Musik?

    Schon damals rockte Brian May in seinen ersten Bands, er zog aber auch noch einen anderen Lebensweg in Betracht. In der Schule fiel er durch herausragende Leistungen auf, insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern.

    Sein Berufswunsch war Astronom. So begann er Mitte der 60er Jahre mit dem Physikstudium. Nebenher trat er mit seiner damaligen Band 1984 als Vorband von Jimi Hendrix (1942-1970) auf.

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    Jenes Jahr war jedoch bald Geschichte, denn May wollte sich lieber auf sein Studium konzentrieren. Nach Forschungen in der Schweiz und Teneriffa bot ihm der bekannte Astronom Bernard Lovell (1913-2012) einen Job an. Er könne ihn bei seiner Arbeit an seinem Radioteleskop unterstützen. Eine schwere Entscheidung für May – schlussendlich wurde es doch die Musik.

    Sein Studium schloss er aber noch ab: Queen Mum überreichte ihm 1968 in der Royal Albert Hall sein Bachelorzeugnis. Nur zwei Tage danach spielte er mit seiner Band Smile das erste Konzert - als Vorband von Pink Floyd.

    Queen-Erfolg - und später Doktortitel

    1970 gründete er mit Roger Taylor und Freddie Mercury die Band Queen. Die Astronomie hatte er immer noch nicht aus dem Blick verloren: May schrieb fleissig an seiner Dissertation - sein Spezialgebiet: Radialgeschwindigkeiten und interplanetarer Staub. Nach dem weltweiten Erfolg von Queen brach er die Arbeit daran jedoch schliesslich ab. Immerhin: Er wäre beinahe Doktor der Astrophysik geworden - vorerst.

    Denn Jahre später nahm May die Arbeit an seiner Dissertation wieder auf: 2006 schrieb der Musiker sich erneut als Student am Imperial College in London ein. 37 Jahre nach Beginn seiner Doktorarbeit reichte er sie 2007 ein und bestand seine Verteidigung. Ein Jahr später erhielt er schliesslich seinen Doktortitel.

    freddie mercury
    Queen, mit Brian May (2.v.l.) - Keystone

    Auch danach beschäftigte ihn die Astrophysik weiter. Seit 2007 ist Brian May Gastwissenschaftler am Imperial College.

    Von 2008 bis 2013 war er Ehrenkanzler der John-Moores-Universität in Liverpool. 2008 wurde ein Asteroid nach ihm benannt. 2015 gehörte May zum Team des NASA-Projekts «New Horizons», einer Raumsonde im Pluto-System.

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