Berühmte Statue von Winston Churchill beschmiert
Die berühmte Statue des früheren Premierministers Winston Churchill im Zentrum Londons ist am frühen Morgen beschmiert worden.

Auf Bildern sind mit roter Farbe geschriebene Sprüche wie «Befreit Palästina», «Stoppt den Genozid» sowie «Nie wieder ist jetzt» und «Zionistischer Kriegsverbrecher» zu sehen.
Beamte der Londoner Met Police nahmen einen 38-Jährigen wegen des Verdachts auf rassistisch motivierte Sachbeschädigung fest, wie die Polizei in einem X-Beitrag mitteilte. Der Mann befinde sich in Haft. Britischen Medien zufolge wurde die Statue am Parliament Square in Westminster mit einem Polizeiband abgesperrt und wird derzeit gesäubert.
Seit Beginn des Gaza-Krieges kommt es auch in britischen Städten immer wieder zu propalästinensischen Demonstrationen und Protestaktionen. Für Aufsehen sorgte dabei etwa die Einstufung der Gruppe Palestine Action als Terrororganisation, wodurch in den vergangenen Monaten Hunderte Menschen bei Demonstrationen festgenommen wurden. Der High Court urteilte zuletzt, dass das Verbot der Gruppe gemäss den Terrorismusgesetzen rechtswidrig sei.
Ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer bezeichnete den Vorfall der Nachrichtenagentur PA zufolge als «völlig abscheulich» und eine «Schande». «Churchill war ein grosser Brite», hiess es.
Winston Churchill (1874-1965) gehört zu den bekanntesten politischen Figuren Grossbritanniens. Er führte das Vereinigte Königreich als Premier durch den Zweiten Weltkrieg und die späteren Nachkriegsjahre. Ausserhalb Grossbritanniens wird er allerdings auch mit der britischen Kolonialpolitik assoziiert – in Indien etwa mit seiner Rolle bei der Hungersnot in Bengalen 1943. Über palästinensische Araber sagte er 1937, vor der Gründung des Staates Israel, diese stünden auf einer niedrigeren Stufe als die damals einwandernden Juden.
Das Denkmal wurde laut der BBC 1973 von der Witwe des Kriegszeit-Premiers enthüllt. In der Vergangenheit wurde die Statue demnach bereits mehrmals beschmiert, unter anderem im Juni 2020 während einer Black-Lives-Matter-Demonstration.














