Marius Borg Høiby: Heute fällt das Urteil in Oslo

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    Norwegen,

    Muss Marius Borg Høiby ins Gefängnis? Diese Frage beantwortet das Osloer Bezirksgericht heute Montag. Eine Haftstrafe gilt im Vorfeld als gesichert.

    Marius Borg Høiby
    Marius Borg Høiby: Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin wurde am Montag, 15. Juni, zu vier Jahren Haft verurteilt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute fällt am Bezirksgericht Oslo das Urteil im Marius-Prozess.
    • Eine Haftstrafe gilt als sicher, gefordert sind 7 Jahre und 7 Monate.
    • Der 29-Jährige verfolgt die Verkündung aus medizinischen Gründen per Video.

    Mit Spannung wird heute die Urteilsverkündung im Prozess um Marius Borg Høiby (29) erwartet. Der Fall hielt die Menschen wochenlang weit über die Grenzen Norwegens hinaus in Atem. Heute Montag fällt am Bezirksgericht Oslo die Entscheidung.

    Nach der Verkündung folgt voraussichtlich eine kurze Erklärung dazu, in welchen Punkten der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) verurteilt oder freigesprochen wurde. Anschliessend erläutert Richter Jon Sverdrup Efjestad ausführlich die Gründe für die Entscheidung. Dafür sind rund zwei Stunden angesetzt.

    40 Anklagepunkte, darunter Vergewaltigung

    Borg Høiby ist in 40 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung in vier Fällen. Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre und sieben Monate Haft. Die Verteidigung verlangte einen Freispruch in 15 der 40 Punkte, darunter die vier Vergewaltigungsvorwürfe.

    Dass Borg Høiby eine Haftstrafe antreten muss, gilt als sicher. Einige Anklagepunkte hatte der 29-Jährige bereits gestanden, unter anderem den Transport von Drogen. Allein dafür sieht das norwegische Recht eine Gefängnisstrafe vor.

    Hast du den Prozess um Marius verfolgt?

    Seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs hatten in diesem Punkt 1,5 Jahre Haft beantragt. Befindet das Gericht ihn auch in den übrigen Punkten für schuldig, erhöht sich die Strafe um mehrere Jahre.

    Per Video-Schalte dabei

    Wenn das Urteil fällt, wird der 29-Jährige nicht persönlich in Saal 250 anwesend sein. Aus «dokumentierten medizinischen Gründen» verfolgt er die Verkündung per Video. Am vergangenen Mittwoch war Marius wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus gekommen. Zwei Tage später wurde er entlassen und direkt ins Gefängnis gebracht.

    Für die mutmasslichen Opfer, die der Verkündung beiwohnen, dürfte seine Abwesenheit eine Erleichterung sein. Während der Verhandlung hatte sich der Angeklagte wenig reuig gezeigt und kaum Verantwortung übernommen.

    Manchmal brach er in Tränen aus. Diese galten aber nicht den Opfern, sondern ihm selbst. Den direkten Augenkontakt hatten sowohl die meisten geschädigten Frauen als auch der Angeklagte gemieden.

    27 Prozesstage, viele Tränen und Selbstmitleid

    Sieben Wochen lang, von Anfang Februar bis Ende März, hatte die Hauptverhandlung gedauert. An den insgesamt 27 Prozesstagen wurden zahlreiche Zeugen gehört. Darunter waren die mutmasslichen Opfer, Freunde, Bekannte, Polizisten sowie Sachverständige wie Schlafforscher.

    Ausgewertet wurden zudem Sprach- und Textnachrichten sowie Daten von Pulsuhren. Auch der Angeklagte musste sich wiederholt zu den Vorwürfen äussern. Oft wirkte er teilnahmslos oder gelangweilt und malte in sein Skizzenheft. An einigen Verhandlungstagen sass sein Vater Morten Borg im Publikum und gab ihm moralische Unterstützung.

    Kommentare

    User #5776 (nicht angemeldet)

    Dieses Bubi gehört 20 Jahre in den Knast...

    User #1764 (nicht angemeldet)

    Ich vermute, er bekommt eine bedingte Strafe und wird für seine Untersuchungshaft noch entschädigt und dies aus dem Grund, dass seine Mutter krank ist und er ihr jetzt emotional beistehen muss und sie unterstützen muss und er ja eigentlich zu den Royals gehört und denen kann nichts passieren. Ist nur eine Vermutung und meine persönliche Meinung.

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