Marius Borg Høiby: Partys und Grillabende trotz Fussfessel
Marius Borg Høiby sitzt seine U-Haft mit Fussfessel auf Schloss Skaugum ab. Dort soll er Freunde empfangen und am Pool entspannen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby trägt seit Mitte Juli eine elektronische Fussfessel.
- Seine Untersuchungshaft verbringt er auf dem Anwesen Schloss Skaugum.
- Laut Medienberichten grilliert und feiert der 29-Jährige dort mit Freunden.
Gefängnis sieht anders aus: Marius Borg Høiby (29) verbringt seine Untersuchungshaft seit Mitte Juli auf dem royalen Anwesen Schloss Skaugum.
Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) trägt zwar eine elektronische Fussfessel. Trotzdem soll er seinen Sommer offenbar in vollen Zügen geniessen.
Wie die norwegische Illustrierte «Se og Hør» berichtet, empfängt Høiby regelmässig Freunde. Gemeinsam sollen sie auf der Terrasse grillieren, feiern und laut Musik hören.

Auch am Pool hinter dem Schloss soll sich der 29-Jährige aufhalten. Schwimmen kann er wegen der elektronischen Fussfessel allerdings nicht.
Grosszügiger elektronischer Zaun
Ein Gericht hatte am 13. Juli entschieden, dass Høiby seine Untersuchungshaft für vorerst vier weitere Wochen unter elektronischer Überwachung zu Hause verbringen darf.
Einen Tag später wurde er aus dem Gefängnis Ila nach Skaugum gebracht. Dort lebt er in einem roten Haus auf dem Gelände des Kronprinzenpaars. Das Gebäude gehört seinem Stiefvater, Kronprinz Haakon (53). Høiby hatte dort bereits früher gewohnt und soll ausschweifende Partys veranstaltet haben.

Die Polizei errichtete auf dem Anwesen einen elektronischen Zaun. Dieser soll allerdings grosszügig bemessen sein.
Høiby darf sich demnach nicht nur in seinem Haus bewegen. Er kann auch im Schlosspark spazieren, den Pool nutzen und seine Mutter im Hauptgebäude besuchen.
Mette-Marit kehrte am selben Tag wie ihr Sohn nach Skaugum zurück. Die Kronprinzessin erholt sich dort von ihrer Lungentransplantation.
Der norwegische Hof begründete die Rückkehr Høibys mit familiärer Unterstützung. «Das Kronprinzenpaar will ihn in dieser Lebensphase unterstützen», sagte Hofsprecherin Guri Varpe.
Polizei soll Grill aufgebaut haben
Ganz ohne Regeln lebt Høiby allerdings nicht. Für ihn gilt ein striktes Alkohol- und Drogenverbot.
Die Polizei darf unangemeldet Kontrollen durchführen, auch nachts und an Wochenenden. Wird er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt, droht ihm die Rückkehr ins Gefängnis.
Besuch darf der 29-Jährige hingegen empfangen. Für eine kuriose Anekdote sorgte laut «Se og Hør» sein Grill. Polizisten sollen diesen für Høiby zusammengebaut haben, weil er damit offenbar überfordert war.
Zu vier Jahren Haft verurteilt
Høiby wurde am 15. Juni zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach ihn unter anderem in zwei Fällen der Vergewaltigung schuldig.
In zwei weiteren Vergewaltigungsfällen wurde er freigesprochen. Insgesamt wurde er wegen 34 Straftaten verurteilt.
Seine Anwälte haben gegen Teile des Urteils Berufung eingelegt. Deshalb ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Die Untersuchungshaft unter elektronischer Überwachung wird ihm vollständig an eine spätere Gefängnisstrafe angerechnet.















