Beliebte Inselgruppe lanciert Touristengebühr
Die Lofoten kämpfen mit den Folgen des Massentourismus. Eine neue Touristenabgabe soll Natur und Einheimische entlasten.

Kaum eine andere Region in Norwegen vereint so viele landschaftliche Kontraste wie die Lofoten. Steil aus dem Meer aufragende Berge, weisse Sandstrände und charmante Fischerdörfer verleihen der Inselgruppe ihren unverwechselbaren Charakter. Und locken eine Million Besucherinnen und Besucher pro Jahr an.
Die Masse an Besucherinnen und Besuchern wird für die bloss 25'000 Einwohner und die Natur zunehmend zur Belastung. Strassen, Parkplätze und Wanderwege kommen gerade in den Sommermonaten an ihre Kapazitätsgrenzen, Bauern berichten von hunderten Campern auf ihren Äckern.

«Früher kamen hier nur ein paar deutsche Touristen. Heute kommen die Menschen aus der ganzen Welt», sagt ein Anwohner gegenüber der «Tagesschau». Die Infrastruktur ist nicht für so viele Gäste ausgelegt.
Die norwegische Regierung hat nun ein Gesetz verabschiedet, dass die vom Tourismus stark betroffenen Gemeinden eine Tourismusgebühr erheben dürfen. Diese soll bis zu drei Prozent des Übernachtungspreises betragen und könnte bereits Anfang 2027 in Kraft treten.
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Das hängt jedoch davon ab, wann die einzelnen Gemeinden detaillierte Konzepte für die neuen Einnahmen erarbeitet haben. Diese sollen ausschliesslich in touristische Infrastruktur fliessen, die bis anhin grösstenteils von den Bewohnerinnen und Bewohnern bezahlt wurde.
Die Gebühr betrifft zunächst nur Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen. Das führt indes zu Kritik: Zeltende und Touristen, die kostenlos auf Parkplätzen übernachten, führen zu einer hohen Belastung, bleiben von den Abgaben aber noch verschont.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.












