Auch Breivik sass dort: In diesen Knast kommt Marius jetzt
Den Rest seiner U-Haft sitzt Marius Borg Høiby im Ila-Gefängnis ausserhalb Oslos ab. Für die Häftlinge gilt dort ein Knallhart-Programm.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby musste am Donnerstag ins Ila-Gefängnis nahe Oslo wechseln.
- Die Häftlinge leben unter strengen Bedingungen, inhaftiert sind viele schwerfällige Kriminelle.
- Auch Massenmörder Anders Behring Breivik musste einen Teil seiner Haftstrafe dort absitzen.
Eben noch planschte Marius Borg Høiby (29) in einem aufblasbaren Pool im Gefängnishof. Doch dieser Spass ist nun vorbei!
Seit Februar befindet sich der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) in einem Osloer Gefängnis in Untersuchungshaft.
Bis zu seiner Urteilsverkündung am 15. Juni bleibt der 29-Jährige hinter Gittern – allerdings nun an einem anderen Ort. Wie die norwegische Zeitung «Se og Hør» berichtet, wurde Marius am Donnerstag ins Ila-Gefängnis verlegt. Die Haftanstalt, in der er bisher verweilte, wird geschlossen.
Bekannte Straftäter im selben Knast
Der Knast, in dem der Skandal-Sohn fortan untergebracht ist, gilt als einer der sichersten und härtesten des Landes. Auch Massenmörder Anders Behring Breivik (47) musste dort bereits einen Teil seiner Haftstrafe absitzen.

2011 hatte der Norweger auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet und Hunderte verletzt.
Harte Regeln für Häftlinge
Durch den Abriss und Neubau des Osloer Gefängnisses, in welchem Marius bislang sass, wurden rund 200 Häftlinge auf andere Anstalten in Norwegen aufgeteilt.
Durch die Umstrukturierung befinden sich im Ila-Gefängnis nun erstmals auch Personen mit Kurzzeitstrafen oder U-Häftlinge. Zu den bisherigen Insassen gehörten meist Kriminelle mit schweren Straftaten, berichtet die Zeitung.
Entsprechend hart sind auch die Regeln. Auskommen müssen die Häftlinge mit wenigen Toilettenartikeln, darunter ein Handtuch. Erlaubt sind maximal 15 T-Shirts, wobei diese Regelung nur für verurteilte Straftäter gilt.
Marius musste Rolex abgeben
Elektronische Geräte sind nur gestattet, wenn sie keine WLAN- oder Bluetooth-Verbindung ermöglichen.
Statt eigenem Portemonnaie besitzt jeder Häftling eine Zahlkarte, auf die Familienmitglieder Geld überweisen können. So kann sich Marius im Gefängnisshop bei Bedarf ein paar Goodies besorgen.

Seine geliebte Rolex muss er jedoch abnehmen. Denn jede Armbanduhr, die hinter Gittern getragen wird, darf den Wert von 700 Euro (645 Franken) nicht übersteigen.
Aus Sicherheitsgründen soll Mette-Marits Sohn das Schmuckstück aber schon vor Monaten abgegeben haben.
Urteilsverkündung am Montag
Einmal pro Woche soll Marius weiterhin Besuch empfangen dürfen – mit Option auf Videocalls. Für den 29-Jährigen ist diese Variante wohl von besonderer Bedeutung. Sollte seine Mutter aufgrund ihrer chronischen Lungenfibrose nicht mehr in der Lage sein, vor Ort vorbeizuschauen, können sie sich trotzdem sehen.

Ob der norwegische Skandal-Sohn hinter Gittern bleibt, entscheidet sich bei der Urteilsverkündung kommenden Montag. Angeklagt ist Marius in 40 Punkten, unter anderem wegen Vergewaltigung und Körperverletzung.
Sollte das Urteil mild ausfallen, wird angenommen, dass Marius in eine kleinere Haftanstalt mit mehr Entfaltungsmöglichkeiten verlegt wird.
Bei einem höheren Strafmass muss er eventuell im Ila-Gefängnis bleiben.

















