Gisèle Pelicot veröffentlicht Memoiren nach Vergewaltigungen
Gisèle Pelicot veröffentlichte ihre Memoiren «A Hymn to Life, Shame Has to Change Sides» und berichtet darin offen über ihr Trauma und sexualisierte Gewalt.

Gisèle Pelicot (73) legt ihre Memoiren «A Hymn to Life, Shame Has to Change Sides» vor. Sie schildert darin ihr Trauma sowie den langwierigen Gerichtsprozess.
Laut der «Washington Post» erzählt sie offen von jahrelanger sexualisierter Gewalt und hofft, anderen Betroffenen Mut zu machen.
Die Memoiren erscheinen weltweit in 22 Sprachen, berichtet die «Los Angeles Times». Sie schildern, wie ihr Ex‑Ehemann sie jahrelang betäubte und sie mehrfachen Tätern aussetzte.
Gisèle Pelicot: Scham neu definieren und Verfahren öffentlich machen
Die zentrale Botschaft ruht laut dem Artikel auf der Notwendigkeit, Scham neu zu definieren und Betroffenen zuzuhören.
Nach Angaben der «Associated Press» verzichtete Pelicot bewusst auf Anonymität und machte ihr Verfahren öffentlich, was international Aufmerksamkeit erzeugte. Diese Entscheidung entfachte laut der Agentur Debatten über Scham, Sichtbarkeit und die Rechte von Opfern sexualisierter Gewalt.
Die Memoiren zeichnen nach, wie Polizisten sie 2020 mit Fotos konfrontierten. Diese Fotos stammen aus Zeiten, in denen sie bewusstlos war.
Prozess, Familienbelastung und schwieriger Weg zurück ins Alltägliche
Sie war damals wiederholt missbraucht worden, schreibt «Reuters». Der anschliessende Prozess gegen ihren Ex‑Ehemann Dominique Pelicot und weitere Angeklagte endete 2024 mit Schuldsprüchen aller Beteiligten.
Pelicot reflektiert in ihrem Buch die Auswirkungen der Ereignisse auf ihren familiären Zusammenhalt. Sie beschreibt auch den schwierigen Weg zurück ins Alltägliche, berichtet die «Washington Post».
Sie beschreibt, wie sie versuchte, ihre Kinder zu schützen und gleichzeitig die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Gisèle Pelicot: Mut machen, Trauma verarbeiten und globale Resonanz erzielen
In Interviews erklärt Pelicot, sie wolle mit der Erzählung ihres Lebens anderen Betroffenen Mut machen, meldet «ZDF heute». Laut dem Beitrag in diesem deutschen Medium sieht sie ihre Memoiren als Teil einer grösseren Bewegung gegen sexualisierte Gewalt weltweit.

Die Rezension der «Guardian» hebt hervor, dass das Buch durch eindringliche Schilderungen der Ereignisse besticht. Auch die psychische Verarbeitung des Traumas werde darin eindrucksvoll dargestellt.
Die globale Medienresonanz unterstreicht die Tragweite dieses persönlichen Berichts über Missbrauch und Gerechtigkeit. Zudem zeigen die vielfältigen Übersetzungen den Versuch, trotz allem Hoffnung zu finden.











