Bernina verlagert letzte Produktion von Steckborn TG nach Thailand
Die Nähmaschinenherstellerin Bernina mit Sitz in Steckborn TG hat die Verlagerung der letzten Schweizer Produktion nach Thailand beschlossen. Am Mittwoch endete das Konsultationsverfahren. Für 27 betroffene Mitarbeitende tritt ein Sozialplan in Kraft.

Bernina stehe aufgrund der anhaltenden Frankenstärke und des schwachen Dollars unter wirtschaftlichem Druck, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Für die Bernina International AG sind die USA mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt. Die Firma erwirtschaftet dort fast drei Viertel ihres Umsatzes.
Angesichts der Herausforderungen aufgrund der Währungsentwicklung und der Marktlage in den USA sei die Bündelung der Produktion im Werk in Thailand unvermeidlich gewesen. Ab Mai werde nun auch die Produktion des bisher noch in Steckborn hergestellten Modells Bernina 990 an das firmeneigene Werk Thailand ausgelagert.
Betroffen von der Schliessung der Fertigung in Steckborn sind 27 Mitarbeitende. Für zwei Personen bestehen interne Anschlusslösungen. «Die anderen 25 Personen werden bei der Stellensuche begleitet und unterstützt», heisst es in der Mitteilung. Im Januar gab das Unternehmen bekannt, dass durch die Verlagerung nach Thailand maximal 40 Personen betroffen sein könnten.
Trotz Verlagerung der Produktion bleibe die DNA des Unternehmens schweizerisch. Am Standort Steckborn sind weiterhin mehr als 300 Personen tätig. Damit behält die Firma unter anderem die Entwicklung, den Prototypbau oder das Logistikzentrum für Zubehör und Ersatzteile im Thurgau.
Insgesamt beschäftigt die Bernina-Gruppe weltweit 1200 Personen in mehreren Tochtergesellschaften. Das Werk in Thailand wurde 1990 gegründet. Es befindet sich im Besitz der Bernina-Gruppe und steht unter Schweizer Leitung.






