Tod

Neun Festnahmen nach Tod eines rechten Aktivisten in Lyon

Keystone-SDA
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Frankreich,

Nach dem gewaltsamen Tod eines rechten Aktivisten in Lyon hat die französische Polizei neun Verdächtige festgenommen.

Lyon
Am Sonntag fand in Lyon eine Kundgebung für den getöteten Rechts-Aktivisten statt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein parlamentarischer Mitarbeiter der LFI.
  • Der Aktivist starb nach einem Angriff durch eine Gruppe Maskierter an Kopfverletzungen.
  • Politiker aus Regierung und Opposition liefern sich nun eine heftige Debatte über Gewalt.

Nach dem gewaltsamen Tod eines rechten Aktivisten am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der französischen Linkspartei in Lyon sind neun Verdächtige festgenommen worden. Unter den Festgenommenen ist ein parlamentarischer Assistent eines Abgeordneten der linken Partei La France Insoumise (LFI), wie Staatsanwalt Thierry Dran Medienberichten zufolge mitteilte.

Der 23 Jahre alte Aktivist hatte sich am Donnerstag vergangener Woche zum Schutz einer Gegenkundgebung von mehreren Frauen aus der rechten Szene bereitgehalten, als er und zwei Begleiter von rund 20 Maskierten angegriffen wurden. Sechs Männer verprügelten ihn mit roher Gewalt. Am Samstag starb der Student schliesslich an seinen schweren Kopfverletzungen.

Seitdem gibt es in Frankreich – einen Monat vor Beginn der Kommunalwahlen – massive politische Spannungen. Konservative und rechte Politiker in Paris mutmassen, dass ein linksradikaler Schlägertrupp den Aktivisten am Rande der rechten Kundgebung gegen den Auftritt der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan erschlug und weisen der Linkspartei eine Mitverantwortung zu.

Rechte sehen Linke Partei in der Pflicht

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, nach Vernehmung von Zeugen und der Auswertung von Videos sei es gelungen, einige Verdächtige zu identifizieren. Weitere Angaben zu den Festgenommenen machte Dran nicht.

Der an der Spitze des regierenden Mitte-Rechts-Bündnisses stehende Premierminister Sébastien Lecornu, ein besonders enger Vertrauter von Präsident Emmanuel Macron, schrieb auf der Plattform X:

Ohne den Ausgang der Ermittlungen vorwegzunehmen oder die Unschuldsvermutung zu ignorieren, sei La France Insoumise nun in der Pflicht: «In ihren Reihen muss aufgeräumt werden. Und zwar schnell.»

LFI-Anführer Jean-Luc Mélenchon antwortete auf X, seine Partei akzeptiere keine Belehrungen von Lecornu. «Er ist sich nicht bewusst, was er sagt.»

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