Ubisoft zieht bei mehreren Spielen endgültig den Stecker
Ubisoft beendet mehrere Spiele und streicht Projekte, um sein Portfolio im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung neu auszurichten.

Ubisoft beendet den Betrieb mehrerer Spiele und streicht Projekte im Rahmen einer umfassenden strategischen Umstrukturierung seines Portfolios.
Der Free‑to‑Play‑Shooter XDefiant wurde eingestellt. Neue Downloads und Registrierungen wurden ab Dezember 2024 gestoppt, die Server gingen am 3. Juni 2025 offline, wie «Ubisoft» erklärt.
Nach Angaben von «PC Gamer» ist XDefiant für neue Spieler nicht mehr zugänglich. Ohne Serverbetrieb existiert auch kein Offline‑Modus, wodurch das Spiel faktisch unspielbar wurde.
Ubisoft streicht mehrere Projekte und schliesst Studios
Die Einstellung von XDefiant fiel in einen grösseren Portfolioumbau. Dieser Umbau beinhaltete auch die Schliessung der Ubisoft Studios in San Francisco und Osaka sowie personelle Anpassungen, berichtet «Reuters».
Im Zuge der Restrukturierung wurden laut «IGM Online» sechs in Entwicklung befindliche Spiele eingestellt. Dazu gehört die lange erwartete Neuauflage von Prince of Persia: The Sands of Time, die offiziell nicht mehr weiterentwickelt wird.
Zu den gestrichenen Projekten zählen vier noch unangekündigte Games. Dazu gehören drei neue Marken und ein Mobile‑Titel, die Ubisoft aufgrund verschärfter Qualitätskriterien verworfen hat.
Ubisoft verschiebt Spiele und reduziert Kosten im Konzernumbau
Darüber hinaus verschob der Videospielentwickler laut «IGM Online» sieben weitere Spiele auf unbestimmte Zeit und schloss zwei Studios.
Ziel war es, Fixkosten bis 2027 zu senken und Ressourcen auf bestehende Projekte zu konzentrieren.
Diese Entscheidungen fallen laut «Le Monde» in einen finanziell anspruchsvollen Zeitraum. In diesem Zeitraum veröffentlichte das Unternehmen kürzliche Umsatzberichte trotz stabiler Zahlen im Rahmen einer umfassenden wirtschaftlichen Restrukturierung.
Strategische Neuausrichtung bei Ubisoft sorgt für Kritik
Die Konzernleitung betonte, dass diese Massnahmen Teil einer strategischen Neuausrichtung seien. Dabei soll der Fokus auf weniger, dafür qualitativ hochwertigere Titel gelegt werden.
Die Abschaltungen und Projektabbrüche haben in der Community und unter Branchenbeobachtern Diskussionen über Live‑Service-Spiele ausgelöst. Auch die Zugangsrechte für bereits erworbene Titel stehen dabei in der Kritik.

Der Videospielentwickler wies darauf hin, dass einzelne Titel wie XDefiant oder andere Online‑Games nach dem Server‑Shutdown nicht weiterbetrieben werden können. Der Zugang zu diesen Spielen entfällt damit dauerhaft.















