Elton John attackiert «Daily Mail» in Bespitzelungsprozess
Im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung «Daily Mail» ist Popstar Elton John (78) in den Zeugenstand getreten – und hat die mutmasslichen Praktiken der Zeitung scharf verurteilt.

Diese seien «abscheulich und jenseits jeglicher Standards menschlichen Anstandes», sagte er laut einer schriftlichen Einlassung vor Gericht in London.
Elton John, Prinz Harry (41) und andere Prominente werfen den Journalistinnen und Journalisten des Verlags in dem Prozess vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) weist die Vorwürfe zurück. Auch Prinz Harry hatte bereits im Verfahren ausgesagt und war dafür nach London gereist.
Elton John schaltete sich am Freitag per Video zum Prozess dazu. Er und sein Ehemann David Furnish werfen der «Daily Mail» konkret vor, Telefonate und Mailbox-Nachrichten bespitzelt und intime Dokumente wie Krankenakten über Privatdetektive beschafft zu haben, darunter etwa die Geburtsurkunde des Sohnes der beiden.
«Es war für David und mich wirklich widerwärtig, die Enthüllungen in unserem Fall zu sehen», sagte er laut Einlassung. Das Ehepaar glaube nicht, dass es «rechtmässige Wege» gebe, mit denen Journalisten an solch sensible Informationen gelangen könnten. «Das waren zu dieser Zeit einige der vertraulichsten Angelegenheiten in unserem Leben.»
Im Fall von Elton John und Ehemann David Furnish geht es der Nachrichtenagentur PA zufolge um zehn Artikel zwischen 2002 und 2015. Die Anwälte des Verlags erklärten demnach vor Gericht, die Vorwürfe des Ehepaares seien haltlos und «durch keinerlei Beweise» gestützt.














