Elton John

    Elton John attackiert «Daily Mail» in Bespitzelungsprozess

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung «Daily Mail» ist Popstar Elton John (78) in den Zeugenstand getreten – und hat die mutmasslichen Praktiken der Zeitung scharf verurteilt.

    Elton John
    Elton John bei einem Auftritt im November 2024. - keystone

    Diese seien «abscheulich und jenseits jeglicher Standards menschlichen Anstandes», sagte er laut einer schriftlichen Einlassung vor Gericht in London.

    Elton John, Prinz Harry (41) und andere Prominente werfen den Journalistinnen und Journalisten des Verlags in dem Prozess vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) weist die Vorwürfe zurück. Auch Prinz Harry hatte bereits im Verfahren ausgesagt und war dafür nach London gereist.

    Elton John schaltete sich am Freitag per Video zum Prozess dazu. Er und sein Ehemann David Furnish werfen der «Daily Mail» konkret vor, Telefonate und Mailbox-Nachrichten bespitzelt und intime Dokumente wie Krankenakten über Privatdetektive beschafft zu haben, darunter etwa die Geburtsurkunde des Sohnes der beiden.

    «Es war für David und mich wirklich widerwärtig, die Enthüllungen in unserem Fall zu sehen», sagte er laut Einlassung. Das Ehepaar glaube nicht, dass es «rechtmässige Wege» gebe, mit denen Journalisten an solch sensible Informationen gelangen könnten. «Das waren zu dieser Zeit einige der vertraulichsten Angelegenheiten in unserem Leben.»

    Im Fall von Elton John und Ehemann David Furnish geht es der Nachrichtenagentur PA zufolge um zehn Artikel zwischen 2002 und 2015. Die Anwälte des Verlags erklärten demnach vor Gericht, die Vorwürfe des Ehepaares seien haltlos und «durch keinerlei Beweise» gestützt.

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    Kommentare

    User #5602 (nicht angemeldet)

    Würden die Medien nicht über Promis berichten, hätten sie weniger Beachtung. Das würde ihnen auch nicht passen, denn jeder hält sich für den Nabel der Welt.

    User #2455 (nicht angemeldet)

    Bravo, E. John hat Recht und sagt aus. Solche Eingriffe in die Privatsphäre sind das Schlimmste. Würde das einem als "Normalo" passieren, - sofort auch klagen.

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