In einem Provinzstädtchen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen: Wer steckt hinter den Verbrechen? Ein spannender Thriller mit deutschen Schauspielern vor englischer Kulisse.
Polizeichef Caleb Hale (Lucas Gregorowicz) am Fundort einer weiteren Mädchenleiche. Foto: Neil Sherwood/ARD Degeto/dpa
Polizeichef Caleb Hale (Lucas Gregorowicz) am Fundort einer weiteren Mädchenleiche. Foto: Neil Sherwood/ARD Degeto/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Hochspannung vor typisch britischer Landschaft: So lieben Leser die Bücher der deutschen Bestseller-Autorin Charlotte Link.

Seit mehr als 20 Jahren laufen im deutschen Fernsehen - früher im ZDF, jetzt im Ersten - Verfilmungen ihrer Krimis und erreichen zuverlässig ein treues Fanpublikum um die fünf Millionen Zuschauer.

In «Charlotte Link – Die Suche» sucht nun Scotland-Yard-Ermittlerin Kate Linville im Norden Englands einen Entführer und Killer. In den Hauptrollen spielen am Donnerstag ab 20.15 Uhr im Ersten Henny Reents («Nord bei Nordwest») und Lucas Gregorowicz («Polizeiruf 110»).

Es ist eine verregnete Herbstnacht, als im nördlichen Yorkshire die 14-jährige Hannah (Ava Hayes) verschwindet. Mutterseelenallein hat sie am Bahnhof gewartet. Ihr Vater Ryan (Georg Nikoloff) ist nicht aufgekreuzt, aber dafür ist ein geheimnisvoller schwarzer Van mit dunklen Schreiben vorgefahren. Danach ist Hannah wie vom Erdboden verschwunden. Der Chefinspektor und Alkoholiker Caleb Hale (Lucas Gregorowicz) ermittelt - doch die Spuren verlaufen im Nichts.

Zwei Jahre später entdecken Passanten im Hochmoor eine Mädchenleiche. Es ist nicht Hannah, sondern ein anderes vermisstes Teenagermädchen. Sie ist verhungert und verdurstet, wie sich später herausstellt. In den örtlichen Medien ist schnell von einem Hochmoor-Killer die Rede.

Dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Auf dem Parkplatz eines Supermarkts verschwindet erneut eine 14-Jährige, die Schülerin Amelie (Charlotte Lorenzen). Mutter Deborah (Milena Dreissig) und Vater Jason (Alexander Perkins) bitten verzweifelt Scotland-Yard-Beamtin Kate Linville (Henny Reents) um Hilfe, die zu Gast in ihrer Bed-and-Breakfast-Pension ist. Doch die ist eigentlich nicht zuständig. So kreuzen sich ihre Wege nach Jahren wieder mit denen von Caleb Hale. «Ich wollte Sie anrufen. Oft. Ehrlich.», gibt er nach den ersten Begrüssungsworten bald verdruckst zu.

Natürlich gerät Kate Linville immer tiefer in den Fall: «Ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Vor allem, wenn mir die Beteiligten etwas bedeuten.» Auf einmal taucht Amelie wieder auf. Sie wird von zwei Männern aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet. Doch sie kann zunächst keine Auskunft geben und verhält sich rätselhaft.

Immer mehr undurchsichtige Figuren tauchen in diesem Thriller auf - gespielt von einem durchweg glänzend besetzten deutsch-britisch gemischten Cast. Regisseur Till Franzen inszenierte den Zweiteiler als routinierte Krimi-Unterhaltung mit grossartigen Landschaftsaufnahmen und einer verwinkelten Handlung. Teil zwei wird am Samstag im Ersten ausgestrahlt, erneut zur besten Sendezeit.

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