Krimi

«Das letzte Problem»: Krimi als Kammerspiel

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Deutschland,

Lassen Sie sich vom Schluss überraschen: Arte zeigt einen spannenden TV-Krimi nach einem Drehbuch des Bestseller-Autoren Daniel Kehlmann.

Kommissar Horak (Karl Markovics, l) mit seinem mitgereisten Assistenten Freitag (Stefan Pohl). Foto: Superfilm/ARTE/ORF/dpa
Kommissar Horak (Karl Markovics, l) mit seinem mitgereisten Assistenten Freitag (Stefan Pohl). Foto: Superfilm/ARTE/ORF/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Krimi als Kammerspiel.

Ein geschlossener Raum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Der Spielfilm «Das letzte Problem» am Freitag (20.15 Uhr) auf Arte sorgt mit klassischen Mitteln für Hochspannung.

Es schneit unaufhörlich, der Wind pfeift um das grosse Hotel mit dem schönen Namen «Edelweiss». Die Gäste sind durch das Wetter hier gefangen und zunehmend beunruhigt: Das Essen wird immer eintöniger, Internet, Radio und Telefon funktionieren nicht mehr.

Einige wollen gar per Sammelklage einen Rabatt auf die Zimmerpreise erreichen. Das allerdings geben die Geschäftsbedingungen nicht her, und dann wird ein Gast in seinem Zimmer erstochen. Es ist allerdings von innen verriegelt, ebenso wie die Balkontür. Der Tote war bislang der Tischnachbar der ebenso mannstollen wie vermögenden Witwe Sessler (Sunnyi Melles).

Zwar versuchen die Inhaber des Hotels, Beate Riegler (Maria Fliri) und ihr Bruder Franz (Max Moor), alles zu vertuschen, doch die Gäste wissen allzu schnell Bescheid. Zufällig macht Kommissar Horak (Karl Markovics) aus Wien seinen Urlaub im Hotel. Bei seinen Ermittlungen assistieren ihm ein junger Mann namens Freitag (Stefan Pohl) und später auch Dorfpolizistin Landner (Julia Koch), die sich auf einen anonymen Anruf hin durch den vielen Schnee zum Hotel durchgekämpft hat. Die Tätersuche gestaltet sich als Puzzlespiel, denn alle Teile sind ja noch da - auch die Tatwaffe und der Mörder.

Die Ausstattung ist exzellent, die Dialoge sind geschliffen, es wimmelt nur so von skurrilen Szenen und Typen - die ausgesprochen atmosphärische und teilweise ironische Detektivgeschichte ist also filmisch gekonnt umgesetzt, ohne dabei jemals den Humor und die Spannung zu verlieren.

Karl Markovics (56, «Das Wunder von Wörgl», «Stockinger») hat bei diesem vertrackten österreichischen Landkrimi auch gleich zum ersten Mal Regie geführt und konnte dabei auf das exzellente Drehbuch des Autors Daniel Kehlmann (45, «Die Vermessung der Welt», «Tyll») zurückgreifen. Er gibt zudem als Schauspieler seiner kauzigen Figur des ziemlich arroganten und gar nicht so selbstsicheren Kommissars einen gehörigen Hauch von versponnener Melancholie. Zudem trägt Horak ein Geheimnis mit sich herum, muss sich schliesslich selbst einigen unangenehmen Fragen und seinem letzten Problem stellen.

Es ist also alles drin in diesem kriminellen Kammerspiel, das für den Zuschauer zum überraschenden Schluss immerhin die Erkenntnis bereit hält, dass sowohl die Mörder als auch die Ermittler nicht immer das sein mögen, was zu sein sie vorgeben.

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