Krimi

TSV St.Otmar dreht Krimi und gleicht Serie aus

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Stadt St. Gallen,

TSV St.Otmar kämpft sich gegen Pfadi spät zurück, erzwingt die Verlängerung und entscheidet diese in Überzahl klar für sich – Serie wieder ausgeglichen.

TSV St.Otmar St.Gallen
Der TSV St.Otmar St.Gallen ist ein polysportiver Verein in St.Gallen, Handball seine bekannteste Abteilung. - TSV St.Otmar St.Gallen/ Grafik Nau.ch

Wie der TSV St.Otmar mitteilt, lieferten sich St.Otmar und Pfadi Winterthur wie schon am Donnerstag, 9. April 2026, einen mitreissenden und begeisternden Playoff-Krimi. Mit viel Physis, vielen Emotionen und trotz drei Roten Karten – nach jeweils unglücklichen Aktionen – mit gegenseitigem Respekt viel positiver Energie.

Die St.Galler zeigten lange eine ansprechende Leistung, schafften es aber nicht, sich zu belohnen.

Nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde standen unter anderem drei vergebene Siebenmeter in der Statistik, und Pfadi, das ab der 22. Minute die Disqualifikation von Oliver Eggert kompensieren musste, war nicht unbedingt das bessere, aber halt das deutlich effizientere Team.

Als Lukas Köder für die Gäste auf 23:17 erhöhte (44.), sprach nicht mehr viel für Gelbschwarz, zumal sich St.Otmar in jener Phase schwertat, Lösungen zu finden.

Wende dank Leadern und Goalie

Es brauchte Führungsspieler, die Verantwortung übernahmen, und es brauchte einen Wechsel des Momentums. Und der kam tatsächlich noch, ganz spät in der Partie. Michael Suter bezog acht Minuten vor Schluss beim Stand von 20:25 sein letztes Time-out – und danach startete St.Otmar die grosse Aufholjagd.

Drei Akteure waren dabei zentral: Tobias Wetzel als emotionaler Leader und unermüdlicher Arbeiter in der Deckung, Marcus Stroustrup als Motor und Regisseur in der Offensive und vor allem der überragende Torhüter Andreas Björkman Myhr, der total 20 Würfe abwehrte (43 Prozent) und seine Mannschaft in der kritischen Phase mehr als einmal in der Partie hielt.

Last-Minute-Ausgleich und Entscheidung

Und dann war es eine jener Geschichten, die nur der Playoff-Handball schreiben kann. St.Otmar brauchte in der 60. Minute einen letzten Treffer.

Tim Rellstab traf Marcus Stroustrup in der Verteidigung am Kopf, was eine weitere Rote Karte und darum (in den letzten 30 Sekunden) automatisch einen Siebenmeter zur Folge hatte. Carl Löfström übernahm die Verantwortung, glich aus und rettete die St.Galler in die Verlängerung.

Und weil kurz vor Rellstab auch Pfadis Ivan Simic bereits eine Zeitstrafe kassiert hatte, konnte St.Otmar die Verlängerung in doppelter Überzahl beginnen. Mit dem Publikum im Rücken und wie beflügelt nahm Gelbschwarz den Schwung mit und schaffte mit vier Toren in den ersten dreieinhalb Minuten rasch die Entscheidung.

Serie ausgeglichen, Spannung steigt

Für St.Otmar war es der erste Sieg in den Playoffs seit vier Jahren (übrigens auch damals gegen Pfadi Winterthur) – und damit der Ausgleich in der Viertelfinal-Serie. Damit steht bereits fest, dass es nach dem kommenden Auswärtsspiel am Donnerstag, 16. April 2026, um 19.15 Uhr in der AXA Arena auch zu einem weiteren Heimspiel in der Kreuzbleiche kommen wird.

Dieses findet am Samstag, 18. April 2026, um 18 Uhr statt. Die entscheidende Phase der Meisterschaft ist so richtig lanciert.

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