Cheyenne Ochsenknecht kämpft gegen Dickpics – Instagram bestraft sie
Cheyenne Ochsenknecht wehrt sich gegen Dickpics auf Instagram. Doch die Konsequenzen treffen nicht den Absender, sondern das Model selbst.
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Das Wichtigste in Kürze
- Cheyenne Ochsenknecht wird auf Instagram immer wieder mit Dickpics belästigt.
- Ein Foto inklusive Namen davon veröffentlichte das Model daraufhin in einer Story.
- Instagram griff durch, nicht aber beim mutmasslichen Täter, sondern bei Ochsenknecht.
- Durch die Einschränkungen bangt die 25-Jährige jetzt um ihre Kooperationen.
Cheyenne Ochsenknecht hat genug. Seit Jahren wird das Model laut eigenen Angaben Opfer von Dickpics. Wiederholt bekommt sie ungewollt Nacktfotos von wildfremden Männern über Instagram zugeschickt. Die Rede ist laut der 25-Jährigen nicht von ein paar «anrüchigen Nachrichten», sondern von wiederholter sexueller Belästigung im Netz.
Um die Öffentlichkeit über diesen Missstand aufzuklären, veröffentlichte Cheyenne in einer Story den Namen und ein Bild eines Mannes, von dem sie solche Dick-Pics erhalten haben soll. Sie wollte damit zeigen, wer hinter dem Profil steckt.
Ochsenknecht habe sich zur Aufgabe gemacht, solche Bilder stets zu posten, da sie wolle, «dass jeder weiss, dass so ein Mensch so etwas tut. Dass wir Frauen einfach sehr oft Opfer sind, und auch meistens Opfer sind.»
Ihr Ziel? Anderen Betroffenen deutlich machen, dass ein solches Verhalten strafrechtlich verfolgt werden muss.
Ochsenknecht von Instagram gerügt
Doch was danach passierte, hatte das Model nicht auf dem Schirm. Statt den Account des besagten Mannes überprüfen oder gegebenenfalls sperren zu lassen, wurde Ochsenknecht selbst sanktioniert.

Ihre Story wurde gelöscht, das Instagram-Profil gar eingeschränkt – auch mit ersten Auswirkungen auf ihre Kooperationen. Live-Videos zu starten oder Werbeanzeigen zu erstellen, ist voraussichtlich bis zum 13. Mai nicht mehr möglich. Inhalte kann sie derzeit nur noch begrenzt veröffentlichen.
Und der Account des Dick-Pics-Absenders? Der ist weiterhin öffentlich einsehbar. Für Cheyenne ein «schlechter Scherz», wie sie schreibt.
«Da passiert bei ihm gar nichts»
Die Tochter von Natascha (61) und Uwe Ochsenknecht (70) versteht die Welt nicht mehr.
Während sie sich gegen digitale Gewalt im Netz öffentlich wehrt, kann der mutmassliche Täter weiterhin aktiv bleiben. «Mir wird einfach sexueller Missbrauch an Erwachsenen vorgeworfen, weil ICH Dick-Pics kriege und sie gepostet habe», meint sie entsetzt.
«Und der Typ darf die Nachricht aber easy verschicken. Und ich kriege gefühlt zehn Stück hintereinander und da passiert bei ihm gar nichts, wenn er Nacktbilder verschickt?»
Anzeige erstattet
Die Konsequenzen, die Instagram für Cheyenne zog, belegt sie mit Screenshots. Die Inhalte, die das Model über den Mann veröffentlichte, würden gegen Gemeinschaftsstandards gegen sexuellen Missbrauch von Erwachsenen verstossen, heisst es in einer Begründung auf der Plattform.

Ob die 25-Jährige nun gegen die Massnahmen von Instagram vorgeht, ist unklar. Was den Absender der Dickpics betrifft, hat Cheyenne bei der Berliner Polizei inzwischen Anzeige erstattet. Ein Schritt, den sie bereits in der Vergangenheit konsequent verfolgte.
Denn schützen will sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere Frauen, die ebenfalls solche Erfahrungen machen.
















