Camilla

«Schwierig»: Camilla musste Charles' Krebsdiagnose geheimhalten

Luca Micheli
Luca Micheli

Grossbritannien,

Die Krebsdiagnose von König Charles hat auch Königin Camilla tief getroffen. Nun spricht sie offen darüber, wie sie diese schwere Zeit als Ehefrau erlebt hat.

Charles Camilla
König Charles und Königin Camilla im Juni 2026. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Königin Camilla spricht erstmals ausführlich über die Zeit, nach Charles’ Krebsdiagnose.
  • Bei der Eröffnung eines Beratungszentrums sei es ihr schwergefallen, die Diagnose für sich zu behalten.
  • Charles’ offener Umgang mit der Krankheit ermutigte mehr Männer, Unterstützung aufzusuchen.

Die Krebsdiagnose von König Charles III. (78) hat auch für Königin Camilla (79) vieles verändert.

Wie sehr sie die schwere Zeit als Ehefrau belastet hat, erzählt sie nun erstmals ausführlicher. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Termin im Januar 2024, bei dem die Diagnose ihres Mannes bereits feststand, die Öffentlichkeit davon aber noch nichts wusste.

Ihre persönlichen Einblicke gibt Camilla in einem rund siebenminütigen Film, den der Buckingham-Palast gemeinsam mit der Krebshilfeorganisation Maggie's produziert hat. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Organisation. Der Film ist seit Mittwoch auf YouTube abrufbar.

«Nicht der richtige Zeitpunkt»

Im Gespräch mit Maggie's-Geschäftsführerin Dame Laura Lee erinnert sich die Königin an ihren Besuch Ende Januar 2024 im neuen Maggie's-Zentrum am Royal Free Hospital in London. Nur wenige Tage später, am 5. Februar, wurde Charles' Krebserkrankung öffentlich bekannt.

Camilla
Königin Camilla während der Eröffnung des neuen Maggie's-Zentrums am Royal Free Hospital in London am 31. Januar 2024. - getty images

«Ich erinnere mich, dass ich zu Maggie's kam, kurz nachdem beim König die Diagnose gestellt worden war. Niemand konnte damals etwas sagen. Das war ziemlich schwierig», berichtet Camilla.

Sie habe damals mehrfach mit dem Gedanken gespielt, die Erkrankung ihres Mannes anzusprechen. «Ich hätte beinahe etwas gesagt, aber ich hatte das Gefühl, es war nicht der richtige Zeitpunkt.»

Gespräche mit Betroffenen fühlten sich anders an

Besonders schwer sei es gewesen, mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen zu sprechen, ohne etwas von ihrer eigenen Situation preiszugeben. Auf die Frage, wie viel Selbstbeherrschung dieser Besuch von ihr verlangt habe, sagt Camilla: «Ich sehnte mich danach, es herauszulassen, aber natürlich konnte ich das nicht.»

Auch ihre Gespräche mit Krebspatienten habe sie an diesem Tag anders erlebt. «Ich war fast dabei, sie auszufragen. Ich wollte nicht zu tief bohren», erzählt die Königin. Normalerweise habe sie sich ganz selbstverständlich mit den Menschen unterhalten. Dieses Mal habe sich jedoch alles persönlicher und intensiver angefühlt.

Camilla Charles
Camilla fiel es anfangs offenbar schwer, die Diagnose des Monarchen für sich zu behalten. - keystone

Denn plötzlich war sie selbst Angehörige eines Krebspatienten. «Bis dahin hatte Krebs uns zu Hause nie unmittelbar betroffen – und plötzlich bekommt der eigene Mann diese Diagnose», erklärt Camilla.

In diesem Moment habe sie realisiert: «Meine Güte, ich habe mit all diesen Leuten gesprochen, und jetzt bin ich diejenige, die sich um meinen armen Mann kümmern und versuchen muss, das alles zu verstehen.»

König Charles als Vorbild

Trotz der Diagnose liess sich Charles laut Camilla nicht davon abhalten, weiterzumachen. Camilla beschreibt ihren Mann als jemanden, den die Diagnose nicht davon abhalten konnte, weiterzumachen: «Nichts hat ihn aufgehalten. Er sagte nur: ‹Das ist mein Weg. Ich werde damit klarkommen›.»

Tatsächlich kehrte der König bereits im April 2024, weniger als drei Monate nach Beginn seiner Behandlung, zu öffentlichen Terminen zurück. Ende vergangenen Jahres gab Charles zudem bekannt, dass seine Behandlung reduziert werden könne. Sie soll weiterhin gut anschlagen. Welche Art von Krebs Charles hat, ist nicht bekannt.

Charles
König Charles gilt inzwischen als einflussreiche Figur im Bereich Krebsaufklärung. - keystone

Sein offener Umgang mit der Erkrankung scheint auch andere Männer zu ermutigen, sich Unterstützung zu suchen.

Laut Laura Lee verzeichnete Maggie's einen Anstieg männlicher Besucher um zwölf Prozent. Viele von ihnen kämen, weil Charles so offen über seine Diagnose spreche und zugleich zeige, dass ein weitgehend normales und aktives Leben weiterhin möglich ist.

Männer sollen Hilfe annehmen

Camilla steht Maggies bereits seit 2008 als Präsidentin vor. Die Organisation betreibt 27 Zentren auf dem Gelände britischer NHS-Kliniken und unterstützt dort nicht nur Erkrankte, sondern auch deren Familien und Freunde.

Kennst du jemanden, der an Krebs erkrankt ist?

Gerade diese Angebote liegen der Königin besonders am Herzen. Sie möchte zudem mehr Männer dazu bewegen, die Hilfe anzunehmen, und hofft, dass künftig jedes Krankenhaus über ein entsprechendes Zentrum verfügt.

Laura Lee betont, wie wichtig Camillas persönliche Worte sind. Ihre Reaktion als Ehefrau sei «völlig verständlich und natürlich» gewesen. Gerade ihre Erfahrungen würden zeigen, dass eine Krebsdiagnose nicht nur das Leben der erkrankten Person verändert. Auch Angehörige und Freunde benötigen in dieser Zeit Unterstützung.

Kommentare

Weiterlesen

König Charles
«Es ist besser»
King Charles Queen Camilla
20 Interaktionen
Erster Auftritt
king charles
«Persönlicher Segen»

MEHR IN PEOPLE

andrea kiewel
54 Interaktionen
«Einen an der Waffel»
Meghan Harry Sussex
168 Interaktionen
Umzug in die UK
Larissa Hodgson
Nach Penis-Nachricht

MEHR CAMILLA

-
160 Interaktionen
«Erbärmlich»
camilla
3 Interaktionen
New York
charles trump
4 Interaktionen
Königspaar
Camilla
376 Interaktionen
«Gehirnwäsche»

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

Erling Haaland Haare Rasur
Zlatan flippt aus
BTCC BMW Lewis Gilbert
Fahrer unverletzt
cyberangriff
3 Interaktionen
Iran-Verbindung
dsf
39 Interaktionen
Internet-Trend