Beim Astroworld-Festival von Travis Scott kam es zu einer Massenpanik mit zehn Todesopfern. Die Rapper werden auf 750 Millionen verklagt.
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Nach dem Unglück beim Astroworld-Festival haben 125 Opfer und Angehörige die Künstler und Veranstalter auf 750 Millionen Dollar verklagt. - Ovidiu Hrubaru/Shutterstock

Das Wichtigste in Kürze

  • Zehn Menschen starben beim Astroworld-Festival in Houston.
  • Die Rapper Travis Scott und Drake werden nun auf 750 Millionen verklagt.
  • Mit ihrer Nachlässigkeit sollen sie das Unglück möglich gemacht haben.

Zehn Menschen sind bei der Massenpanik auf dem Astroworld-Festival mit Travis Scott und Drake auf der Bühne ums Leben gekommen. Nun haben 125 Opfer und Angehörige die Künstler und Veranstalter auf 750 Millionen Dollar verklagt.

Gegen Travis Scott (30), Drake (35), Apple, Live Nation und weitere Verantwortliche des Astroworld-Festivals ist eine massive Klage eingereicht worden. Wie unter anderem die «Daily Mail» berichtet, fordern 125 Opfer und deren Angehörige 750 Millionen US-Dollar (rund 660 Millionen Euro).

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Der Rapper Drake bei einem Auftritt. - dpa

Die Klage fordert Scott und die Veranstalter auf, sich für die Nachlässigkeit zu verantworten, die das Unglück möglich machten. Das Konzert sei demnach nicht richtig geplant gewesen, das Sicherheitspersonal nicht richtig ausgebildet und die Veranstaltung nicht sicher gewesen. Der Anwalt Tony Buzbee erhebt auch den Vorwurf, Scott habe die Massenpanik ausgelöst. Dies, indem er oft Gewalt in Moshpits gelobt und die Teilnehmer angeschrien habe, sich gegenseitig anzugreifen.

Die Musik spielte weiter – fast vierzig Minuten lang

Unter den Klägern ist auch die Familie des bei dem Konzert von Travis Scott verstorbenem 21-jährigen Axel Acosta. Er soll von einer «aufgepeitschten, wilden und ausser Kontrolle geratenen Menschenmenge» eingequetscht worden sein, dass er nicht atmen konnte. Weiter heisst es: «Als Axel zusammenbrach, wurde er von denen zertrampelt, die darum kämpften, nicht erdrückt zu werden. Während er unter der Menschenmasse im Sterben lag, spielte die Musik weiter – fast vierzig Minuten lang.»

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Einsatzkräfte sammeln sich auf dem Astroworld-Musikfestival in Houston. - dpa

Mit der Klage sollen die physischen als auch psychischen Gesundheitsschäden und der Verlust der Menschenleben abgedeckt werden, heisst es. Der Anwalt sagte dazu: «Kein Geldbetrag wird diese Kläger jemals gesund machen; kein Geldbetrag kann menschliches Leben wiederherstellen. Aber der beantragte Schadenersatz versucht, die Schäden und Verluste, die diese Kläger erlitten haben, zu reparieren, zu helfen oder auszugleichen. Nicht mehr und nicht weniger.»

Neunjähriger stirbt nach einer Woche an seinen Verletzungen

Zehn Menschen sind mittlerweile der Massenpanik zum Opfer gefallen. Acht Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren starben direkt während oder nach der Katastrophe. Eine 22-Jährige erlag vergangenen Freitag ihren Verletzungen, ein Neunjähriger am Montag. Hunderte Menschen wurden bei dem Festival mit rund 50'000 Besuchern verletzt.

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Travis Scott beim Astroworld-Festival. - keystone

Travis Scott und Live Nation hatten den Konzertbesuchern Rückerstattungen für die Tickets angeboten. Scott bat zudem finanzielle Unterstützung für die Familien der Toten an. In der Klage heisst es dazu: Es ist eine «groteske Anstrengung der Angeklagten, ihre Haftung nachträglich auf die Familien der Getöteten oder Verletzten zu beschränken».

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