«A House of Dynamite»: Bigelows gefeierter Atomthriller auf Netflix

    Keystone-SDA
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    Der neue Thriller «A House of Dynamite» startet mit einem nuklearen Angriff auf die USA und ist ab 24. Oktober auf Netflix verfügbar.

    Kathryn Bigelow
    Der neue Kathryn-Bigelow-Film «A House of Dynamite» über einen Atomraketenangriff wurde bei Netflix in drei Tagen 22,1 Millionen Mal abgerufen. (Archivbild) - keystone

    Die USA sind einem nuklearen Angriff ausgesetzt. Es bleiben nur wenige Minuten, um auf eine nahende Atomrakete zu reagieren. Damit setzt der neue Thriller von Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow, «A House of Dynamite», ein. Abrufbar ab 24. Oktober auf Netflix.

    Die 73-jährige US-Amerikanerin ist bekannt für politisch aufgeladene Thriller mit menschlicher Tiefe und intensiver Spannung. Dadurch zeichnet sich auch «A House of Dynamite» aus, der auf den Filmfestspielen Venedig Weltpremiere feierte.

    Echtzeit-Thriller vor Atomschlag in Chicago

    Bigelow erzählt im Netflix-Film in Echtzeit aus verschiedenen Perspektiven von den letzten 20 Minuten, bevor die Rakete voraussichtlich in der Stadt Chicago einschlagen wird. Von wo die Atomwaffe kommt, ist unklar. Ob beim US-amerikanischen Präsident (Idris Elba), Generälen oder dem Verteidigungsminister: Überall herrscht erst einmal Zögern.

    Niemand will die Entscheidung, was zu tun ist, unbedacht fällen. Vermutlich ist das ein Kommentar auf die aktuelle US-Regierung, die nicht unbedingt für ihre Umsicht bekannt ist. Der Film ist klar als Appell für eine nukleare Abrüstung zu verstehen.

    Das sei ein globales Thema, sagte Bigelow in Venedig. Sie hoffe, die Atomwaffenbestände würden eines Tages reduziert. «Aber in der Zwischenzeit leben wir wirklich in einem Haus aus Dynamit.»

    Dreifacher Countdown zum Atomschlag

    Dreimal wird der Countdown bis zum Atomraketeneinschlag aus neuer Perspektive erzählt. Die für einen solchen Fall festgelegten Massnahmen werden eingeleitet, bis hin zu «Defcon 1», dem höchsten Alarmzustand im US-Verteidigungsbereitschaftssystem.

    Der sorgsam recherchierte Film operiert mit vielen solcher Fachbegriffe und Details, ist präzise inszeniert und dabei alles andere als Actionkino. Bigelow inszeniert stattdessen ein spannendes Kammerspiel.

    In einer Hauptrolle ist Rebecca Ferguson («Dune») als Captain im Situation Room des Weissen Hauses zu sehen. Elba als Präsident wird erst spät eingeführt, und auch sonst spielt Bigelow mit den Erwartungen der Zuschauer.

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