Mit luxuriösen Handtaschen aus Apfelleder, die komplett vegan sind, überzeugte Tanja Schenker in der Höhle der Löwen. Doch der Deal platzte kurz nach der Show.
Handtasche vegan Tanja Schenker
Tanja Schenker kreiert vegane Handtaschen aus Apfelresten. - Frédéric Chastellain - Happy Genie

Das Wichtigste in Kürze

  • Tanja Schenker präsentierte in der Show «Höhle der Löwen» Handtaschen aus Apfelleder.
  • Die Löwen Jürg Marquard und Bettina Hein wollten 200´000 Franken investieren.
  • Doch der Deal platzte kurz nach der Show, weil ein Löwe die Lohnforderungen zu hoch fand.
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Tanja Schenker aus Bäch SZ ist eine Pionierin. Sie ist die erste Designern weltweit, die Luxushandtaschen aus Äpfeln entwirft. Ihre Taschen sind so komplett vegan. Kein Wunder also, dass die junge Gründerin des Labels Happy Genie bei der Premierenstaffel der «Höhle der Löwen» dabei war.

Schenker sicherte sich in der Show einen Deal von 200´000 Franken. Doch kurz nach der Show kam es zum Bruch mit den Investoren.

Der perfekte vegan Deal
In der Sendung schien der vegan Deal perfekt. - Andrea Camen - Höhle der Löwen

Löwen von vegan Taschen überzeugt

Für die Luxustaschen verwendet die Designerin das innovative Apfelleder. Diese Alternative zu tierischem Leder ist vegan und wird aus den Überresten der Apfelsaftproduktion gewonnen. Es sieht aus wie Leder und fühlt sich genau so an.

Die beiden Löwen Jürg Marquard und Bettina Hein waren von Schenkers Produkt überzeugt. Sie boten der Gründerin eine Investition von 200´000 Schweizer Franken an und erhielten dafür einen Firmenanteil von 25 Prozent. Zunächst schien der Deal perfekt. Doch dann störten sich die Investoren daran, wie Schenker das Kapital einsetzen wollte.

100´000 Franken für Löhne

Schenker machte bereits in der Sendung klar, wie sie das zusätzliche Geld verwenden wollte. Die Gründerin budgetierte 100´000 Schweizer Franken pro Jahr für die Lohnkosten. Mit dieser Summe wollte die Designerin sich selbst, sowie der Mitgründerin, den Praktikanten und den Aushilfen einen Lohn bezahlen. Für Marquard war das trotzdem zu viel und er liess den Deal nach der Sendung platzen.

Tanja Schenker ist vegan
Die Designerin präsentiert ihre veganen Handtaschen. - Andrea Camen - Höhle der Löwen

Faire Löhne wichtig

Für die Designerin ist es wichtig, Werte wie Fairness und Nachhaltigkeit konsequent in ihrem Unternehmen zu leben. Dazu zählen für sie auch faire Löhne, erklärt sie auf Nachfrage von Nau. Für Marquard ist die Verwendung des Kapitals trotzdem nicht nachvollziehbar.

Für ihn seien faire Arbeitsbedingungen ebenso wichtig, verteidigt er sich in den Medien. Aber das Geld sollte in der Anfangsphase eines Startups hauptsächlich in das Unternehmen und dessen Entwicklung gesteckt werden.

Aus Investorensicht macht das Sinn. Für Gründer ist es aber gerade in der umsatzarmen Startphase schwierig, die Löhne zu decken. Investorengelder können da helfen.

Teilnahme trotzdem ein Erfolg

Schenker ist auch ohne Deal zuversichtlich und sogar erleichtert, dass die Zusammenarbeit nicht zustande kam. «Wir teilen einfach nicht die gleichen Werte.»

Profitiert hat die Gründerin von ihrer Teilnahme dennoch: «Durch den Auftritt sind viel mehr Leute auf Happy Genie aufmerksam geworden. Heute hatte ich 400 Mails in meiner Inbox mit Anfragen aus der ganzen Welt.»

Die Designerin will die Aufmerksamkeit nun für die Internationalisierung ihres Labels Happy Genie nutzen.

Italienische Handarbeit in hoher Qualität

Die Taschen sind 100% vegan, fair und nachhaltig. Die Luxusprodukte werden in einem kleinen norditalienischen Familienbetrieb in feinster Handarbeit verarbeitet.

Diese Handtaschen sind vegan
Die veganen Taschen gibt es in vier Basismodellen. - Dennis Tensfeldt - Happy Genie

Die Tasche ist in weiss, schwarz, braun und taupe erhältlich. Die Clutches gibt es in 30 verschiedenen Variationen. Sie bestehen aus verschiedenen austauschbaren Komponenten.

Mit einem Handgriff lässt sich der Clutch von der Haupttasche entfernen und durch ein anderes Design ersetzen. Zusätzlich können die Tragegriffe ausgewechselt werden.

Das Komplettset kostet 950 Schweizer Franken. Die einzelnen Komponenten gibt es günstiger zu erwerben.

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«Nau Vegan»

Im Rahmen dieser Serie schreiben die beiden Expertinnen Franziska und Mirjam Walser regelmässig Beiträge zum Thema Veganismus.

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