Kritik: «Tatort» aus Stuttgart sorgt für Frust bei den Zuschauern
Im Stuttgarter «Tatort: Ex-It» steht die zerbrochene Beziehung eines Paares im Vordergrund – viele Zuschauer kritisieren die fehlende Krimispannung.

Am Sonntagabend lief im Ersten der Stuttgarter «Tatort» mit dem Titel «Ex-It». Die Ermittler Thorsten Lannert und Sebastian Bootz suchten nach den verschwundenen Kindern des Ex-It-Girls Pony Hübner.
Während eines der Kinder bereits tot ist, setzen die Kommissare alles daran, das zweite Kind zu retten. Doch der Fall entwickelt sich zum Beziehungsdrama statt zum klassischen Krimi, berichtet der «Focus».
Die Reaktionen im Netz fielen überwiegend negativ aus, wie der «Focus» weiter ausführt. Auf dem offiziellen Instagram-Account häuften sich Kommentare wie: «Wie langatmig kann ein Film sein?»
«Tatort» Stuttgart: Lob für Drama, Kritik am Leerlauf
Besonders störend fanden Zuschauer, dass die Eltern sich mehr um ihre Beziehung drehten als um den Kindstod. «Ich fand auch die Emotionen der Eltern sehr unrealistisch», kritisierte ein Nutzer laut «Focus».
Ein weiterer X-User bezeichnete den Fall als «den langweiligsten Tatort aus Stuttgart», den er je gesehen habe. Der «Spiegel» vergab in seiner Schnellkritik 6 von 10 Punkten für die Episode.
Die «FAZ» beschreibt den Fall als eindringliches Doppelpsychogramm über eine toxische Beziehung zwischen einem Ex-Model und einem Media-Unternehmer.
Fehlende Krimispannung bemängelt
Die Seite «film-rezensionen.de» kritisiert, dass der Tod der Tochter im Verlauf der Folge kaum eine Rolle spiele. Die Gespräche konzentrierten sich überwiegend auf die Beziehung der Protagonisten, nicht auf die beiden vermissten Kinder.

Der «Tagesspiegel» hingegen wertet den Fall als ein Drama voller Abgründe. Die Geschichte hallt demzufolge lange nach, obwohl die Auflösung vorhersehbar sei.
Klassische Krimi-Fans kamen mit diesem «Tatort» kaum auf ihre Kosten. Die Folge habe für Liebhaber traditioneller Krimis wenig zu bieten.
















