Tatort

    Corinna Harfouchs letzter «Tatort» spaltet Kritik

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Deutschland,

    Corinna Harfouch verabschiedet sich nach nur sechs Folgen vom Berliner «Tatort». Die Kritik zur Abschiedsfolge fällt gemischt aus.

    kritik tatort heute Harfouch
    Corinna Harfouch verlässt den Berliner «Tatort» nach nur sechs Folgen. - keystone

    Am vergangenen Sonntag lief die letzte Folge mit Corinna Harfouch (71) als Kommissarin Susanne Bonard. Die Schauspielerin ermittelte seit 2023 im Berliner «Tatort» an der Seite von Mark Waschke (53).

    Die Episode «Gefahrengebiet» polarisiert dabei Publikum und Kritiker gleichermassen. Die Handlung wirke atmosphärisch stark, aber kriminalistisch schwach, berichtet die «Stuttgarter Zeitung».

    Schaust du den «Tatort»?

    Am Teufelsberg wird ein Obdachloser tot aufgefunden, möglicherweise von einem Wolf gerissen. Bonard zieht sich kurz vor ihrer Pensionierung in den Wald zurück, während Karow einen Prepper-Bunker erkundet.

    Schauspielerische Leistung überzeugt

    Der Tatort sei eher assoziativ als erzählerisch aufgebaut, kritisiert die «taz». Die Frage nach Wolf und Leiche bleibe liegen zugunsten von Survival-Training und symbolischen Plots.

    Die schauspielerische Leistung von Harfouch und Waschke wird durchweg gelobt. «Kino.de» schreibt, dass die beiden Hauptdarsteller Respekt abnötigen.

    An ihnen liege es nicht, dass der Film zum Erliegen komme. Der eigentliche Kriminalfall spiele keine Rolle mehr.

    Harfouchs Kritik am «Tatort»

    Harfouch äusserte sich kritisch über ihre Zeit beim «Tatort». Sie hätte sich mehr Freiheit gewünscht, berichtet «t-online».

    kritik tatort heute Harfouch
    Corinna Harfouch nimmt Abschied vom Berliner «Tatort». - keystone

    «Die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, sind sehr begrenzt.» Es wäre widersinnig gewesen, in ihrem Alter weiterzumachen, sagte die Schauspielerin.

    Von Anfang an stand fest, dass sie nur für fünf bis sechs Folgen stosse. Nach ihrem «Tatort»-Aus denke sie nicht an ein Karriereende.

    Zukunft des Berliner «Tatorts» offen

    Wer Harfouchs Nachfolge antritt, ist derzeit nicht bekannt. Mark Waschke wird zunächst allein weiterermitteln, berichtet «t-online».

    Der RBB hatte mit Harfouch von Anfang an sechs Episoden vereinbart. Die Figur Susanne Bonard fungierte als moralischer Kompass.

    Sie machte sich gegen Rassismus an der Polizeiakademie stark, schreibt «t-online». Die Harmonie zwischen Bonard und Karow blieb durch das Siezen distanziert.

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    Kommentare

    User #9374 (nicht angemeldet)

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    User #2071 (nicht angemeldet)

    Wieder so ein Schritt. Leute, macht doch einfach ne Mord-und-Totschlag-Geschichte. Ein halbwegs normaler (!) Mensch wird um die Ecke gebracht, dann ermittelt man den Täter. Ganz banal, und das Privat- und Seelenleben der Komissare interessiert mich nicht... wieso können das die Amis und Skandinavier so gut????

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