«Hatte Hoffnung auf Niveau»: Ex-Bachelor über Bachelorette Ariel
Ariel wird die neue Schweizer Bachelorette. Doch nicht alle aus der Reality-Szene sind begeistert. Ex-Bachelor Joel Herger spart nicht mit Kritik.

Das Wichtigste in Kürze
- Ariel (22) aus Basel ist die neue Bachelorette auf 3+.
- Ex-Bachelor Joel Herger kritisiert die Entwicklung des Formats als zunehmend «trashig».
- Er hätte sich mehr Niveau, schöne Bilder und tiefere Gespräche gewünscht.
- Auch Patric Haziri und Eli Simic ordnen Ariels Rolle differenziert ein.
«Ich hatte Hoffnung auf mehr Niveau», so Joel Herger. Er war 2017 der Schweizer Bachelor. Damals verteilte er selbst Rosen und suchte im TV die grosse Liebe. Heute blickt er kritisch auf das Format zurück.
«Ich hatte die Hoffnung, dass sie auf einer Schiene mit Niveau fahren. Schöne Bilder, schöne Szenen, niveauvolle Gespräche, so wie in Deutschland», sagt er im Gespräch mit Nau.ch.

Mit Ariel als Hauptfigur sehe er diese Entwicklung jedoch nicht.
«Wenn du jemanden auswählst, der nur durch Trash-Formate bekannt wurde, geht es genauso weiter wie bisher», glaubt er. «Meiner Meinung nach.»
«Immer trashiger geworden»
Für Herger ist die Schweizer Version von «Der Bachelor» und «Die Bachelorette» über die Jahre «immer schlechter» geworden.
«Es sind Schlammschlachtspiele ohne Niveau. Keine schönen Bilder, keine schöne Kameraführung.»
Er verweist auf das deutsche Pendant, wo es «schöne Locations, schöne Aufgaben und niveauvolle Gespräche» gebe. Männer würden dort kochen oder Dates vorbereiten – statt sich «im Schlamm rumzudümmeln und niveaulose Sprüche zu bringen».

Diese Entwicklung habe er sich auch für die Schweiz gewünscht.
«Es gibt sicher Leute, die diese Fremdschäm-Momente gern schauen. Aber ich hatte gehofft, dass es diesmal anders wird.»
Für ihn ist klar: Mit Ariel setze man weiter auf Polarisierung.
Patric Haziri: «Finde ich gut, wenn sie weiss, was sie will»
Weniger hart urteilt Patric Haziri, Bachelor von 2019. Er sieht die Sache differenzierter.
Er selbst würde sich zwar nicht für Ariel bewerben, sagt aber: «Ich finde es gut, wenn eine Frau weiss, was sie will.»

Gleichzeitig stellt er infrage, ob das Bild aus dem Dschungelcamp das wahre Ich der 22-Jährigen zeigt. «Es ist die Frage, ob das echt ist oder eine Maske.»
Spannend findet Haziri, dass Männer sich dieses Jahr gezielt für Ariel bewerben können. «So wissen sie wenigstens, auf wen sie sich einlassen.»
Reality sei immer auch Showbusiness. «Der Ton macht die Musik.»
Eli Simic: «Das wird spannend»
Eli Simic, Bachelorette von 2017, erwartet vor allem eines: Unterhaltung.
«Die Staffel wird auf jeden Fall spannend», sagt sie. Ariel habe im Dschungelcamp bewiesen, dass sie kein Blatt vor den Mund nehme.

Als potenzieller Kandidat wäre Simic allerdings skeptisch. «Wenn ich ein Mann wäre, weiss ich nicht, ob ich mich bewerben würde.» Das Drama im Camp sei teilweise intensiv gewesen.
Mit 22 ist Ariel die jüngste Bachelorette der Schweizer Geschichte. Laut Simic merkt man ihr das junge Alter an. «Sie ist noch in der Findungsphase – aber schlagfertig.»
Polarisierung als Konzept?
Ariel wurde durch Formate wie «The Real Life #züri», «Love Fool», «Are You The One?» und zuletzt durch das deutsche Dschungelcamp bekannt.
Dort sorgte sie mit klaren Ansagen, Konflikten und der umstrittenen Flacherde-Aussage für Schlagzeilen.

Ob genau diese Polarisierung nun die Quote retten soll, wird sich zeigen.












