Während der Ukraine Krieg tobt, treten 14 ukrainische Artisten im Zirkus Knie auf. Trotz Konflikt halten sie mit ihren russischen Kollegen zusammen.
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Géraldine Knie bei der Premiere des Zirkus Knie. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Von 37 Künstlern des Zirkus Knie sind 14 Ukrainer und vier Russen.
  • Trotz Krieg im Heimatland wollen die Ukrainer auftreten.
  • Ihren russischen Kollegen seien sie nicht böse.

Während in ihrer Heimat Krieg herrscht , geben sie in der Manege alles: 14 Artisten aus der Ukraine und vier aus Russland sind diese Saison mit dem Zirkus Knie auf Tournee.

Als der Ukraine-Krieg Ende Februar ausbrach, befanden sich die ukrainischen Künstler für Proben in der Schweiz.

Vor dem Publikum lassen sie sich nichts anmerken, doch ihr Leben habe sich «komplett verändert», so Anastasiia Lebedieva zu SRF-«G&G». Sie und die anderen Ukrainer können den Alltag im Zirkus «nicht mehr geniessen wie früher.»

Schön: Ihre russischen Kollegen unterstützen sie dabei, durch die schwere Zeit zu kommen. «Wir waren Freunde vor dem Krieg und wir sind immer noch Freunde. Ich ändere meine Meinung zu meinen russischen Freunden nicht», so Lebedieva.

Die russische Künstlerin Ekaterina Errani fügt an: «Wir haben hier eine einzige Nationalität und das sind die Zirkusleute. Darauf basiert unsere Freundschaft.» Sie sei «absolut gegen das, was gerade passiert», betont sie.

Die künstlerische Leiterin vom Zirkus Knie, Géraldine Knie (49), ist beeindruckt von der Stärke ihrer Künstler: «Sie geben sich extra Mühe, die Show machen zu können. Es ist unglaublich. Chapeau!»

Macht Ihnen der Ukraine-Krieg Angst?

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