Luca Hänni und Christina posten Fotos ihres neuen Anwesens. Ihre Stalkerin prahlt, dass sie bereits beim Haus war.
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Fan Z.* lauert Christina Luft und Luca Hänni tagtäglich auf. - Instagram

Das Wichtigste in Kürze

  • Luca Hänni und Christina Luft haben eine besonders hartnäckige Stalkerin.
  • Dennoch teilen sie auf Instagram Fotos ihres neuen Anwesens, inklusive Aussicht.
  • Eine Experte erklärt, warum er das nicht schlimm findet.
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Luca Hänni (28) und seine Verlobte Christina Luft (33) haben Grund zum Jubeln. Nach langen Umbauarbeiten konnten sie am Pfingstmontag endlich ihr neues Haus in Thun BE beziehen.

Auf Instagram teilt das Paar stolz Bilder des Anwesens. Dazu gehört auch die XL-Terrasse mit atemberaubender Aussicht. Ungewohnt, denn: Der Sänger und seine Liebste sind Opfer einer Stalkerin und geben sich sonst im Netz eher zurückhaltend mit ihrem Standort.

Im Dezember 2022 wandte sich das Paar mit einem gemeinsamen Hilferuf an die Fans. Stalkerin Z.* würde sie bedrohen, Unwahrheiten verbreiten und dem Paar auf Schritt und Tritt folgen. Hänni und Luft verzweifelt: «Diese Angelegenheit ist keinesfalls lustig und absolut ernst zu nehmen, wir und auch unsere Familien fühlen uns immer unwohler.»

Luca Hänni: «Opfer wird zum Schuldigen gemacht»

Besonders krass: Auf ihrem Instagram-Profil prahlt Stalkerin Z.* heute, dass sie dem Haus bereits einen Besuch abgestattet hat. Zu einem Foto des Anwesens schreibt sie: «So sah das Häuschen aus, als ich im Januar da war. Und ich finde, es ist kaum wiederzuerkennen. Richtige Star-Villa. Wenn es jemand interessiert: 130 Quadratmeter steht im Netz.»

Setzten sich Luca Hänni und Christina mit den Fotos ihres Anwesens einem noch grösseren Stalking-Risiko aus? Nein, glaubt Dirk Baier, Experte für Kriminalprävention an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). «Aus meiner Sicht wäre es völlig falsch, ihm vorzuwerfen, dass er sich in den sozialen Medien mit seinem neuen Wohnort zu erkennen gibt.»

Dirk Baier
Professor Dirk Baier forscht am Institut für Delinquenz und Kriminalprävention der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. - ZHAW

Dies käme einer Opfer-Täter-Umkehr gleich, so der Experte. «Das Opfer wird zum Schuldigen gemacht. Wenn es sich nicht so verhalten würde, wie es das tut, hätte es nichts zu befürchten.»

Er glaubt, dass die Stalkerin auch andere Wege finden würde, Hänni ausfindig zu machen. Zudem müsse sich nicht der Sänger anders verhalten, sondern die Täterin müsse lernen, dass das gezeigte Verhalten falsch ist.

Wurden Sie schon einmal Opfer von Stalking?

Baier rät Hänni, zusammen mit der Polizei nach Möglichkeiten zu suchen, dass er wieder «sorglos leben kann». Aktuell würden in der Schweiz weniger als ein Fünftel aller Stalking-Fälle zur polizeilichen Anzeige gebracht.

«Der Fall zeigt einmal mehr, dass wir in der Schweizer eine Stalking-Gesetzgebung benötigen, um den Tätern habhaft zu werden und Präventionsmassnahmen umsetzen zu können.»

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