Der Zürcher Tierschutz kümmert sich nicht nur um Tiere sondern auch um Kinder, genauer gesagt um solche, die Probleme mit dem Lesen haben.
Katze
Eine Hauskatze (Symbolbild) - dpa

Mit dem Projekt «Kinder lesen Katzen vor» sollen leseschwache Kinder Freude am Lesen bekommen und ihren Lesefluss verbessern. Bei dem neuen Projekt dienen Katzen als geduldige Zuhörer, wie der Zürcher Tierschutz in einer Mitteilung vom Dienstag, 28. Juni 2022, schreibt. Das Büsi korrigiert und kritisiert nicht, auch wenn die kleinen Vorleser ins Stocken geraten.

Dadurch können leseschwache Kinder ihre Hemmungen überwinden und ungeniert vorlesen. Fast unbemerkt verbessert sich dadurch ganz stetig die Lesefähigkeit, wie es in der Mitteilung heisst.

Und auch die Katzen profitieren von den Kindern im Katzenzimmer, denn diese bringen Gesellschaft, Abwechslung und gelegentliche Streicheleinheiten. Auf scheue, verängstigte Katzen wirkt das Vorlesen beruhigend, sodass sie sich aus ihren Verstecken wagen.

Kinder bringen ihre Bücher selber mit

Kinder aus 2. bis 6. Primarklassen können freiwillig und kostenlos am Projekt teilnehmen. Sie müssen sich bereit erklären, innerhalb von drei Monaten zehn Mal an einem Samstag ins «Tierhaus» auf dem Zürichberg zu kommen, um den Katzen vorzulesen und auch zu Hause regelmässig zu üben.

Die Kinder bringen ihre Bücher selber mit und lesen den Katzen jeweils 25 Minuten vor. Dabei sind sie weitgehend unbeobachtet. Vor der ersten Leseübung erhalten sie eine Einführung, um zu lernen, wie man mit den Katzen umgehen muss.

Das Projekt wird pädagogisch begleitet. Ab dem Sommer ist eine Studie durch den «Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie: Säuglings- und Kindesalter» der Universität Zürich geplant.

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